Presseschau

Badische Zeitung, 10. Februar 2010

Umbau wird teurer als geplant

Nach neuen Berechnungen reichen die 450 000 Euro für den Ausbau des Dachgeschosses der Grundschule bei weitem nicht aus.

BONNDORF. 450 000 Euro stehen für die Umbauarbeiten im Dachgeschoss der Grundschule zur Verfügung. Diese Summe wird aber nach den neuesten Erkenntnissen bei weitem nicht ausreichen. Dies gab Bürgermeister Michael Scharf am Montagabend im Bauausschuss des Gemeinderats bekannt. Die Ausschussmitglieder hatten sich vor Ort über die Gegebenheiten unter dem Grundschuldach informiert.
Den Ausbau des Dachgeschosses der Grundschule mit energetischer Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes hatte die Stadt im vergangenen Jahr ins Auge gefasst, da man auf Fördermittel aus dem Konjunkturprogramm II zurück greifen kann - maximal 300 000 Euro werden in die Stadtkasse fließen. In dem riesigen Dachgeschoss steht viel Raum zur Verfügung, eine sinnvolle Nutzung wurde in Zusammenarbeit mit Rektor Alfred Faller ausgearbeitet. "Die Pläne sind toll, aber teuer", erläuterte nun Werner Steiert vom Stadtbauamt, wobei er zunächst darauf aufmerksam machte, dass alleine die Verlängerung des Treppenhauses über zwei Stockwerke viel Geld verschlingen wird. Ferner sollen neue Klassenräume, eine Küche und sanitäre Anlagen gebaut werden. Mit dem Einbau von Dachfenstern und Dachgauben soll Licht in die neuen Räume gebracht werden, außerdem muss das Dach wärmeisoliert werden, denn "sonst heizen wir die ganze Umgebung mit", wie Steiert ergänzte.
Zusätzlicher Platzbedarf ist in der Bonndorfer Grundschule durchaus gegeben. Dies nicht zuletzt deshalb, weil die Grundschule auch eine Ganztagsschule ist, die Betreuung und Essen über die Mittagszeit anbietet. Wie Rektor Faller erläuterte, nutzen derzeit 35 Kinder das Essensangebot. Die Einrichtung einer Küche und eines Essraumes im Dachgeschoss wäre vor diesem Hintergrund sehr hilfreich. Insgesamt stehen unter dem Dach zusätzliche 420 Quadratmeter zur Verfügung, auf rund 280 Quadratmetern soll zusätzlicher Schulraum entstehen.
Dass eine Nutzung des riesigen Dachgeschosses der Grundschule durchaus sinnvoll wäre, das wurde von den Ausschussmitgliedern nicht angezweifelt. Sorgen bereiten aber die Kosten. Wie Bürgermeister Scharf klarstellte, belief sich die erste Kostenrechnung auf 450 000 Euro, abzüglich der 300 000 Euro Zuschuss eine vertretbare Summe. Jetzt allerdings errechnete das Ingenieurbüro ganz andere Zahlen, „und diese Zahlen sind katastrophal", meinte Scharf, der allerdings noch keine konkrete Summe nannte. Deutlich wurde nur so viel, dass die neuen Berechnungen die erste Kostenschätzung bei weitem übersteigen, weswegen es in nächster Zeit noch viel Diskussionsbedarf geben werde. In zwei Wochen will der Rathauschef eine Krisensitzung einberufen, in der die Thematik in nichtöffentlicher Runde noch einmal von Grund auf besprochen werden soll.
Im ehemaligen Geschäft Leser soll ein Imbiss eingerichtet werden
Nach der Besichtigung trafen sich die Ausschussmitglieder im Rathaus zur Beratung und Beschlussfassung über einige Baugesuche. Befürwortet wurde ein Antrag der Adler OHG zum Bau einer Bioenergieanlage mit Hackschnitzellager und Blockheizkraftwerk an der Dillendorfer Straße. Baurechtlich ist gegen die geplante etwa 26 mal 26 Meter große Halle nichts einzuwenden. Was das Immissionsschutzrecht angeht, wird das Landratsamt die Sachlage prüfen, erklärte Scharf. Auch der Neubau eines Carports in der Paul-Körber-Straße und der Anbau an ein Wohnhaus in der Christian-Dunker-Straße wurden vom Ausschuss befürwortet. Und letztlich gab es auch noch grünes Licht für die Umnutzung der Verkaufsräume eines Wohn- und Geschäftshauses in der Martinstraße - ehemaliges Geschäft Leser. Hier soll ein Imbiss eingerichtet werden. Baurechtlich gibt's laut Verwaltung keine Hinderungsgründe. Und, so Bürgermeister Scharf: "Über die Anzahl der Döner-Läden in Bonndorf brauchen wir hier nicht zu diskutieren." (Juliane Kühnemund)

 


Badische Zeitung, 10. Februar 2010

Flotte Langläufer und kühne Springer

Kreisjugendmeisterschaften fanden in Menzenschwand statt.

ST. BLASIEN (BZ). Fast 100 Schülerinnen und Schüler nahmen an den nordischen Kreisjugendmeisterschaften in Menzenschwand teil. Immerhin sechs Schüler wagten einen Sprung von der Spießhornschanze. Die beste Grundschule - sowohl bei den Mädchen, als auch bei den Jungs - ist die Grundschule Dachsberg-Ibach. Bei den weiterführenden Schulen hängte die Fürstabt-Gerbert-Schule St. Blasien (Realschule) die Konkurrenz aus Bonndorf und Waldshut ab.
Kreisjugendmeisterin bei den Mädchen wurde Karina Ebner von der Grundschule Dachsberg-Ibach vor Jasmin Spitz aus Bernau und Melanie Kammerer, ebenfalls Grundschule Dachsberg-Ibach. Bei den Jungen siegte Moritz Becker vor Sebastian Schmid (beide Grundschule Dachsberg-Ibach) und Christian Krasmann von der Grundschule Bonndorf.
Kreisjugendmeisterin der weiterführenden Schulen ist Leonie Kuner von der Realschule St. Blasien, die vor Anne Wötzel (Gymnasium Waldshut) und Lena Köpfer (Realschule St. Blasien) siegte. Bei den Jungs hängte Adrian Schuler (auch Realschule St. Blasien) seine Schulkameraden Ruben Spitz und Tobias Faschian ab.
Unter den sechs mutigen Schülern, die es wagten, von der Spießhornschanze zu springen, fanden sich auch zwei Mädchen. Kreisjugendmeisterin wurde hier Tanja Indlekofer von der Grundschule Bonndorf mit neuneinhalb und zehneinhalb Metern Weite. Sie war die einzige Grundschülerin, die an den Start ging. Bei den weiterführenden Schulen siegte Stefan Intlekofer von der Realschule Bonndorf mit 14,5 und 15,5 Metern vor Christof Heineke und Niclas Woll, beide auch von der Realschule Bonndorf. Auf Rang vier bei den weiterführenden Schulen schaffte es Sylvia Intelkofer von der Hauptschule Bonndorf mit Weiten von zweimal 13,5 Metern.
Organisiert haben die Kreisjugendmeisterschaften Peter Blumauer und Grudrun Groß vom Kreisjugendreferat des Landratsamtes und der Skiclub Menzenschwand. (bz)


Südkurier, 5. Februar 2010

Schüler zwischen Slalomstangen

Kreis Waldshut/Bernau. Bei Schneefall und eisigen Temperaturen, jedoch bei besten Pistenverhältnissen, haben etwa 230 Schüler aus 30 Schulen des Landkreises am Dienstag den alpinen Teil des Kreisjugendskitages in Bernau am Spitzenberg ausgetragen. Die Organisation lag in den Händen der Skizunft Bernau mit ihrem neuen Vorsitzenden Hubert Baur.

Landrat Tilman Bollacher ließ es sich nicht nehmen, als Schirmherr der Veranstaltung am Vormittag nach Bernau zu kommen. Bürgermeister Rolf Schmidt schloss sich seinen Wünschen für ein gutes Rennen an und hieß Schüler, Lehrer und Betreuer aus dem gesamten Kreis willkommen. Organisatorisch unterstützten Jugendreferent Peter Blumauer und Gudrun Groß die Skizunft Bernau. Zu bewältigen waren zwei Durchgänge eines Riesenslaloms bei den Grundschülern mit jeweils 20 Toren, für die weiterführenden Schulen gab es 25 Tore. Hartwig Günther hatte den Kurs für die Grundschulmädchen gesteckt, für die weiteren Rennen zeichnete der erfahrene bisherige SVS-Jugendtrainer und Skizunft-Vorsitzender Hubert Baur verantwortlich. Die Siegerehrung im Hans-Thoma-Kurhaus nahmen Hartwig Günther, Peter Blumauer und Rolf Schmidt vor.

Werner Mayer, Leiter des Jugendamtes in Waldshut, dankte dem Organisationsteam und war froh, dass diese Großveranstaltung so reibungslos über die Bühne ging. Medaillen gab es für die drei jeweils besten Mädchen und Jungen der Grund- und weiterführenden Schulen. Urkunden gab es für alle Teilnehmer.
Kreismeisterin der Grundschulen wurde Tanja Indlekofer (Bonndorf), gefolgt von Karina Ebner (Dachsberg-Ibach) und Anna-Lena Spitz (St. Blasien). Mit Tagesbestzeit ist Silvia Intlekofer von der Hauptschule Bonndorf Kreisjugendmeisterin geworden, gefolgt von Kim Pfrommer (Gymnasium Waldshut) und Anna Meier (Realschule Wehr). Kreismeister der Grundschulen ist Marius Bohnert aus Bernau geworden, vor Geron Isele (Grafenhausen) und Michael Thiele (Bernau). Kreisjugendmeister wurde ebenfalls mit Tagesbestzeit Julian Braxmeier vom Gymnasium Waldshut vor Tobias Baur (Hauptschule St. Blasien) und Alexander Göhrlich (Kolleg St. Blasien). Für die besten Schulmannschaften gab es schöne geschnitzte Holz-Wanderpokale. Den bekamen die Mädchen der Grundschule St. Blasien mit Anna-Lena Spitz, Mara Böhler und Leonie Gfrörer vor den Grundschulen Dachsberg-Ibach und Bernau. Bei den weiterführenden Schulen ging der Wanderpokal an die Realschule St. Blasien mit Ellen Buhr, Malina Mittermeier und Katharina Längin vor dem Kolleg und der Hauptschule St. Blasien. Die Jungen der Grundschule Bernau Marius Bohnert, Michael Thiele und Elias Volk, freuten sich über den Wanderpokal vor den Grundschulen Todtmoos und Dachsberg-Ibach. Bei den weiterführenden Schulen siegte die Realschule Bonndorf mit Niclas Woll, Christof Heineke und Stefan Intlekofer, gefolgt vom Kolleg St. Blasien und der Realschule Waldshut. (usp)


Badische Zeitung, 4. Februar 2010

Perfekt organisierter Jugendskitag

Mehr als 200 Schüler waren am Dienstag auf Bernaus Pisten unterwegs / Landrat Bollacher lobte die Wintersportgemeinde

BERNAU. Bei Schneefall, leichtem Sturm und eisigen Temperaturen, jedoch bei besten Pistenverhältnissen, haben Schüler am Dienstag den alpinen Teil des Kreisjugendskitages in Bernau am Spitzenberg ausgetragen. Nachdem sich der Skiclub Waldshut aus der Organisation zurückgezogen hat, lag die Veranstaltung des großen Rennens allein in den Händen der Skizunft Bernau mit ihrem neuen Vorsitzenden Hubert Baur.
Vor einigen Jahren hatten die Verantwortlichen die Teilnehmerzahl auf eine Mannschaft pro Schule - Mädchen und Jungen - zugunsten des sportlichen Aspektes reduziert. Dennoch kamen dieses Jahr wieder 230 Schüler aus fast 30 Schulen des Kreisgebietes, um für sich und für ihre Schule beste Ergebnisse zu erzielen. Es gab keine Unfälle, die Bergwacht Bernau stand bereit und musste nicht eingreifen.
Landrat Tilman Bollacher ließ es sich nicht nehmen, als Schirmherr der Veranstaltung am Vormittag nach Bernau zu kommen. Vom verschneiten Bernau und der tollen Rennpiste angetan bemerkte er, dass sich der Schwarzwald sehr wohl als ideale Wintersportgegend beweisen und präsentieren kann. Bürgermeister Rolf Schmidt schloss sich den Wünschen für ein gutes Rennen an und hieß Schüler, Lehrer und Betreuer aus dem gesamten Kreis willkommen.

Landratsamt und Skizunft arbeiteten Hand in Hand

Organisatorisch unterstützten Jugendreferent Peter Blumauer und Gudrun Groß die Skizunft Bernau. Zu bewältigen waren zwei Durchgänge eines Riesenslaloms bei den Grundschülern mit jeweils 20 Toren, für die weiterführenden Schulen gab es 25 Tore. Hartwig Günther hatte den Kurs für die Grundschulmädchen gesteckt, für die weiteren Rennen zeichnete der erfahrene bisherige SVS-Jugendtrainer und Skizunft-Vorsitzender Hubert Baur verantwortlich. Bei der Auswertung gab es Unterstützung vom Schulamt.
Die Siegerehrung im Hans-Thoma-Kurhaus nahmen Hartwig Günther, Peter Blumauer und Rolf Schmidt vor.
Werner Mayer, Leiter des Jugendamtes in Waldshut, dankte dem Organisationsteam und war froh, dass diese Großveranstaltung so reibungslos über die Bühne ging. Hartwig Günthers Dank galt den 30 Helfern, dem Jugendreferat, dem Schulamt und vor allem dem sportbegeisterten Bernauer Bürgermeister Rolf Schmidt für das kostenlose Lift fahren. Skizunft-Vorsitzender Hubert Baur bedankte sich vor allem bei der Fürstabt-Gerbert-Schule in St. Blasien, die Schüler als Torposten und Rutschkommando geschickt hatte. Ansonsten war er mit der sportlichen Leistung aller Teilnehmer sehr zufrieden.
Medaillen gab es für die drei jeweils besten Mädchen und Jungen der Grund- und weiterführenden Schulen. Urkunden gab es für alle Teilnehmer. Kreismeisterin der Grundschulen wurde Tanja Indlekofer (Bonndorf), gefolgt von Karina Ebner (Dachsberg-Ibach) und Anna-Lena Spitz (St. Blasien). Mit Tagesbestzeit ist Silvia Intlekofer von der Hauptschule Bonndorf Kreisjugendmeisterin geworden, gefolgt von Kim Pfrommer (Gymnasium Waldshut) und Anna Meier (Realschule Wehr). Kreismeister der Grundschulen ist Marius Bohnert aus Bernau geworden, vor Geron Isele (Grafenhausen) und Michael Thiele (Bernau). Kreisjugendmeister wurde ebenfalls mit Tagesbestzeit Julian Braxmeier vom Gymnasium Waldshut vor Tobias Baur (Hauptschule St. Blasien) und Alexander Göhrlich (Kolleg St. Blasien).
Die Einzelwertungen wurden durch eine Mannschaftswertung der besten Grundschulen und der besten weiterführenden Schulen ergänzt. Für die besten Schulmannschaften gab es schöne geschnitzte Holz-Wanderpokale. Den bekamen die Mädchen der Grundschule St. Blasien mit Anna-Lena Spitz, Mara Böhler und Leonie Gfrörer vor den Grundschulen Dachsberg-Ibach und Bernau. Bei den weiterführenden Schulen ging der Wanderpokal an die Realschule St. Blasien mit Ellen Buhr, Malina Mittermeier und Katharina Längin vor dem Kolleg und der Hauptschule St. Blasien.
Die Jungen der Grundschule in Bernau - Marius Bohnert, Michael Thiele und Elias Vlk - freuten sich über den Wanderpokal, vor den Grundschulen Todtmoos und Dachsberg-Ibach, die auf die Plätze zwei und drei kamen. Bei den weiterführenden Schulen siegte die Realschule Bonndorf mit Niclas Woll, Christof Heineke und Stefan Intlekofer, vor dem Kolleg St. Blasien und der Realschule in Waldshut. (Ulrike Spiegelhalter)


 

Badische Zeitung, 1. Februar 2010

Jetzt sind drei Schulen im Boot


Förderverein erweitert Aktivitäten

Der Förderverein der Grund- und Hauptschule Bonndorf hat seine Aktivitäten erweitert. Mit im Boot ist jetzt auch die Martin Gerbert Schule (MGS), so dass nun drei Schultypen vom Verein unterstützt werden können.

BONNDORF. Der Förderverein der Grund- und Hauptschule Bonndorf hat seine Aktivitäten erweitert. Mit im Boot ist jetzt auch die Martin Gerbert Schule (MGS), so dass nun drei Schultypen vom Verein unterstützt werden können. Außerdem wurde die neue Werkrealschule berücksichtigt, so dass der Verein künftig "Förderverein der Grundschule, Werkrealschule und Martin Gerbert Schule Bonndorf e.V." heißt.
Die Rektorin der Martin Gerbert Schule, Birgitta Stephan, ist seit einem Jahr in Bonndorf und was sie gleich vermisste, war ein Förderverein. Sie trat an den Vorstand heran und wurde nach ihren Angaben offen begrüßt. Auch die Eltern der MGS begrüßten die Beitrittsinitiative und so gaben an diesem Abend auch zwei neue Mitglieder ihre Beitrittserklärung ab. Die durch die Erweiterung notwendig gewordene Satzungsänderung wurde einstimmig verabschiedet.
Der Förderverein war beim Berufsinformationstag tatkräftig in Aktion und hat einen Pädagogischen Vortrag des Bildungszentrums finanziell unterstützt. Der "Einschulungskaffee" für die ABC-Schützen im September wurde erneut erfolgreich durchgeführt, wie von der Schriftführerin Alexandra Santo zu erfahren war. Mit einem guten finanziellen Grundstock können nun die verschiedenen Zwecke des Vereins in diesem Jahr unterstützt werden.
Bei den turnusgemäß anstehenden Wahlen wurde Kassierer Norbert Kriegl und die zweite Vorsitzende Ines Hugel einstimmig wiedergewählt. Drei der alten Beiräte wurden wiedergewählt und mit Birgitta Stephan, Tanja Scheuch und Bernadette Tröndle wurden drei neue Personen in den erweiterten Vorstand berufen.
Volker Ehrler, Rektor der Werkrealschule, gab eine kurze Information über die Neuerungen, die ab dem Schuljahr 2010/11 eintreten. Insbesondere in den oberen Klassen wird es ein erweitertes Angebot geben, der Schulabschluss ist gleichwertig, wie der an der normalen Realschule.
In diesem Jahr wird sich der Förderverein wohl wieder an einem pädagogischen Forum beteiligen und das Theaterprojekt "Sommernachtstraum" soll Unterstützung erfahren. Die Martin Gerbert Schule hat ein Sommerfest mit einem Tag der offenen Tür geplant. (Norbert Kriegl)




 

Südkurier, 18.11.2009

Schulbetreuung kostet künftig Geld 

Die Betreuung während der Morgenstunden und zum Mittagessen in der Bonndorfer Grundschule wird laut Beschluss in der jüngsten Gemeinderatssitzung vom Montag ab Januar Gebühren kosten. Was bis dato mit viel Einsatz nebenher geleistet werden konnte, ist bei der stark gestiegenen Nachfrage nicht mehr zu schaffen.

„Super" ist das einhellige Qualitätsurteil über das Schulmittagessen der Bonndorfer Grundschüler. Seit diesem Jahr wird es an rund 36 Kinder ausgeteilt, wobei im vergangenen Jahr die Nachfrage nur bei rund zwölf Mittagessen täglich lag.

Was die Schulsekretärin Claudia Kaiser hier bisher geleistet hat, geht in dieser Größenordnung nicht mehr. Höchstens 18 Kinder können gleichzeitig essen. Also muss in der Grundschule jetzt in zwei Schichten gegessen werden. Das bestellte Fertigessen wurde noch bis zu den Herbstferien durch Rohkost vor und geschnittenem Obst nach dem Mittagessen ergänzt. Die Schule möchte gerne weiterhin diese zusätzlichen Speisen anbieten, da einige der Kinder offensichtlich so etwas von zu Hause her nicht kennen. Dazu fehle aber die Zeit zusätzlich zu den klassischen Sekretariatstätigkeiten, so Grundschulrektor Alfred Faller.

Gegen 10.30 Uhr sei Claudia Kaiser bislang unterwegs gewesen, um für das Mittagessen einzukaufen. Dann habe sie Obst und Gemüse gerichtet, die Speisen aufgewärmt und hinterher die Gruppen während des Mittagessens betreut. Erst ab 14 Uhr sei Claudia Kaiser wieder im Sekretariat gewesen. „Zu wenig", so Konrektorin Sylvia Reiling, die derzeit beispielsweise die Koordination der offenen Ganztagsschule fast ganz alleine stemmt.

Die Betreuung während der Morgenstunden und zum Mittagessen in der Bonndorfer Grundschule wird laut Beschluss in der jüngsten Gemeinderatssitzung vom Montag ab Januar Gebühren kosten. Was bis dato mit viel Einsatz nebenher geleistet werden konnte, ist bei der stark gestiegenen Nachfrage nicht mehr zu schaffen.

Deshalb braucht die Schule zur Entlastung eine 400-Euro-Kraft. Die sollte allerdings den Stadthaushalt nicht weiter belasten. Die drei Euro, die bisher pro Mittagessen bezahlt werden, so Bürgermeister Michael Scharf, deckten gerade mal die Materialkosten ab, nicht Strom, Wasser und Personal . Für Dienstleistungen wie Hausaufgabenbetreuung sollten auch künftig keine Gebühren von den Eltern verlangt werden. Gemeinderat Peter Riester merkte dazu an: „Ich finde es grundsätzlich gut, dass die Grundschule diese Betreuung anbietet. Aber ich finde, die darf auch etwas kosten." Die Eltern hätten so die Möglichkeit, wieder in den Beruf zu kommen. Über die Höhe der Gebühren müsse man sich aber unterhalten. Der Gemeinderat folgte in dieser Hinsicht den Empfehlungen, die Bürgermeister Scharf und Grundschulrektor Faller im Vorfeld ausgearbeitet hatten. Die Betreuung für das Mittagessen wird mit 1,50 Euro veranschlagt, zusätzlich zu bisherigen 3 Euro Materialkosten, so dass ein Mittagessen insgesamt 4,50 Euro kostet. Die Betreuung im Rahmen der verlässlichen Grundschule, also täglich ab 7.25 Uhr bis zum Ende der sechsten Schulstunde, soll mit 20 Euro monatlich zu Buche schlagen. Wer alles in Anspruch nimmt, kommt damit auf rund 90 Euro monatlich. Da aber nicht jedes Kind jeden Tag Betreuung braucht, soll sie gestaffelt werden können. Bürgermeister Scharf: „Kein Kind soll kein Essen bekommen, weil die Eltern sich die 4,50 Euro nicht leisten können." (G. Deinzer) 


 

Südkurier, 07.11.09

VollKrass - Der Vogel mit dem Nashorn

Der Nashornvogel war beim letzten Dienstagsrätsel zu erraten. Eine schwere Nuss, aber natürlich kein Problem für Kalles Kuh-Leser. [...] Zum Schluss noch herzliche Glückwünsche an die Außenklasse Bonndorf in der Grundschule Bonndorf. Was habt ihr nur für tolle Bilder gemalt! Dafür schicken wir euch die DVD „George der aus dem Dschungel kam". Viel Spaß damit! (pap)




 

 

 

Südkurier, 29.10.2009

Grundschule nachmittags voller

Die offene Ganztagsschule für Grundschüler ist auch im eher ländlich geprägten Bonndorf angekommen. 280 von 300 Schülern haben sich bei Zusatzangeboten in diesem Schuljahr gemeldet, 128 nehmen verschiedene Arbeitsgemeinschaften wahr und ein Viertel besucht die Hausaufgabenbetreuung.

Die Grundschule ist nicht nur vormittags voll ausgelastet, auch am Nachmittag sind alle Klassenzimmer belegt. Zusätzlich sind drei Räume der Martin-Gerbert-Schule in Beschlag genommen. Sind die Nachmittagsangebote früher noch zögerlich angenommen worden, hat sich nun sowohl der Bedarf, als auch die Akzeptanz auf alle Bevölkerungsschichten ausgeweitet. Das gilt nicht nur für Bonndorfer Eltern. Inzwischen gibt es auch auswärtige Grundschüler, deren Eltern sich wegen der offenen Ganztagsbetreuung für die Bonndorfer Grundschule interessieren. Sogar Wartelisten werden geführt.

„Dass rund ein Viertel der Kinder verlässlich die Hausaufgaben hat, merken die Lehrer positiv im Unterricht. Die Hausaufgabenmoral am Montag ist allerdings spürbar schlechter", so Grundschulrektor Alfred Faller bei einem Pressegespräch zum Thema. Kein Wunder, denn am Freitag wird die angesprochene Betreuung nicht angeboten.

Neben der Hausaufgabenbetreuung, die von außerschulischen Mitarbeiterinnen bewältigt wird, bietet die Schule auch Intensivgruppen in den Fächern Deutsch und Mathematik durch Lehrkräfte an. Zusätzliche Arbeitsgemeinschaften (AGs) sind Basteln, Chorsingen, Computerkompetenz, Französisch, Langlauf, Literatur, Märchen und Sport. Nimmt man die Kooperationen mit dem örtlichen Sportverein TuS oder den Pfadfindern dazu, ist die Palette sogar noch reichhaltiger. Soziale Gruppenarbeit ergänzt das Angebot, das im Übrigen auch die Schüler der Martin-Gerbert-Schule wahrnehmen können.

Schon am frühen Morgen um 7.25 Uhr beginnt die bedarfsorientierte Betreuung durch städtische Mitarbeiter oder Lehrer, sofern der Unterricht noch nicht begonnen hat. Eine der sieben Hausaufgabengruppen von jeweils rund zehn Schülern ist verlässlich betreut. In den andren Gruppen könnten die Kinder nach Hause gehen, wenn sie fertig sind, was sie jedoch selten tun. Nimmt man die AGs noch dazu, ist die Betreuung der Schüler an diesen Nachmittagen sogar bis 16.30 Uhr möglich. Ab dann beginnt die Kooperation mit den Vereinen.

Die Schüler, die das Nachmittagsangebot annehmen, essen auch in der Schule. Die Grundschule gerät laut Sylvia Reiling personell an ihre Grenzen. „Wir brauchen jemanden fürs Essen, weil die Sekretärin damit überlastet ist", so die Konrektorin. (G. Deinzer) 


Badische Zeitung, 28.10.2009

Projekt mit auffälligen Kindern

Mit der Auslagerung einer Klasse der Fridolinschule Bad Säckingen mit gezielter Erziehungshilfe für verhaltensauffällige Kinder an die Grundschule Bonndorf startete der Caritasverband Hochrhein zu Beginn dieses Schuljahres ein neues Projekt.

Dieter Weisser, Abteilungsleiter der Caritas Hochrhein im Bereich Kinder und Jugendliche, stellte dieses erstmals erprobte Modell einer dezentralen Betreuung betreffender Kinder gemeinsam mit Grundschulrektor Alfred Faller, Konrektorin Sylvia Reiling und Sozialpädagoge Jürgen Köder vor. Der Entwicklungsleiter der Initiative "pro juve" lobte die unkomplizierte Zusammenarbeit mit Grundschulrektor Alfred Faller sowie Bürgermeister Michael Scharf. Deren Entgegenkommen ermöglichte eine rasche Umsetzung dieses integrativen Projekts. Weisser bezeichnete es als Novum, dass solch ein Konzept in einem Gemeinschaftswerk zwischen Caritas, Jugendamt und Schulamt entwickelt wurde.

Konkret werden an der hiesigen Grundschule nun acht Kinder der ersten bis vierten Klassen von 7.20 Uhr bis 15.30 Uhr durchgehend gefördert und betreut. Diese früh einsetzende Hilfe für Familien, die im Erziehungsprozess gewisse Schwierigkeiten nicht allein lösen können, ist als Durchgangsschule gedacht. Nach zwei Jahren ist der Wechsel der Kinder an eine Regelschule vorgesehen, spätestens jedoch mit dem Übergang in eine weiterführende Schule.

Die Integration wird durch enge Zusammenarbeit mit der Grundschule erleichtert. Schüler der "A-Klasse" beteiligen sich an Projekten der Grundschule sowie an AGs im Rahmen des Plusprogramms und auch die Pausen verbringen die Kinder gemeinsam mit allen Grundschülern. Ein Schüler schreibt demnächst ein Diktat in der regulären vierten Klasse mit, ferner ist gemeinsamer Sportunterricht beabsichtigt. Für die Schüler gilt derselbe Lehrplan wie für ihre Alterskollegen. Jürgen Köder ist angesichts der Offenheit vonseiten der Grundschulkollegen voll des Lobes: "Solche Voraussetzungen hätten wir nicht zu hoffen gewagt!"

Für die Kinder und ihre Eltern ist diese Außenklasse eine große Erleichterung. Bisher mussten Kinder aus Bonndorf oder den umliegenden Orten entsprechende Einrichtungen in Lauchringen oder Hüfingen besuchen, was gerade im Grundschulalter aufgrund weiter Fahrwege und umständlicher Busverbindungen fast unzumutbar war. Folglich versuchte man die frühe Zuweisung in eine Fördereinrichtung zu vermeiden, was jedoch in aller Regel die Problematik spätestens mit Eintritt der Pubertät verschlimmerte. Frühzeitiges Intervenieren sobald ein Förderbedarf erkannt wird, ist erfolgversprechender als Zuwarten bis ins Jugendalter.

Das pädagogische Konzept von "pro juve" sieht eine enge Verzahnung von Schul- und Sozialpädagogik vor. Das bedeutet im Alltag, der Sozialpädagoge gestaltet einzelne Unterrichtselemente gemeinsam mit Sonderpädagogin Annett Wasner und Grundschullehrerin Hilke Terhaa mit. Ein wichtiger Baustein ist seine intensive Zusammenarbeit mit den Eltern. Bei konkreten Problemsituationen berät Jürgen Köder diese und bietet bei Bedarf Trainingseinheiten für die ganze Familie an. Die Vernetzung mit dem Gemeinwesen, also mögliche Einbindung in Vereinsaktivitäten je nach Interessenlage der Kinder ist eine weitere Säule des pädagogischen Konzepts. Klappt die Zusammenarbeit zwischen Sozialpädagoge, Eltern und Schule ist das Hilfsangebot zu 80 Prozent erfolgreich, berichtet Köder, der das Projekt bereits nach der kurzen Anlaufzeit von sechs Wochen auf dem richtigen Weg sieht. Erste Erfolge sind erkennbar und einige Familien berichten, dass es bei ihnen zu spürbar weniger Eskalationen kommt. Da die Kinder ihre Hausaufgaben erledigt haben, ehe sie nach Hause zurückkehren, bleibt dabei viel Frust erspart. Die räumliche Nähe zwischen Schule und Wohnort erspart allen Beteiligten viel Zeit auf der Straße. Außerdem kann vor Ort der Kontakt mit den Lehrkräften der weiterführenden Schulen enger gepflegt werden, um spätere Probleme unverzüglich anzugehen. Text & Foto: M. Weishaar


Badische Zeitung, 23.10.2009

Theater soll die Leselust steigern

Moise SchmidtDass die Stadtbücherei während der Frederick-Wochen ein spezielles Programm für Schüler anbietet um deren Leselust zu steigern hat mittlerweile Tradition. Dieses Jahr wurde das Interesse an Literatur mittels einer Theateraufführung geweckt und mit dem Soloerzählkunsttheater "Maskara" haben die Leiterinnen der Bibliothek erneut einen Glücksgriff getätigt.

In einer perfekt inszenierten Ein-Mann-Schau sicherte sich Moise Schmidt über eine Stunde lang die ungeteilte Aufmerksamkeit der Viertklässler der Grundschule sowie Schülern der Martin-Gerbert-Schule und der Außenklasse der Fridolinschule. Mit raffinierten Masken - allesamt in Handarbeit aus Schweineleder hergestellt-, vielseitigen Requisiten und vielschichtigen Bühnenbildern, die der Schauspieler je nach Szenenwechsel in wenigen Handgriffen veränderte erzählte das Multitalent in sage und schreibe neun verschiedenen Rollen das Märchen vom "Goldenen Vogel". Mit blitzschneller Verwandlungskunst, Musikeinlagen, pointierter Sprachtechnik und flexibel auf die jeweiligen Reaktionen eingehenden Dialogen mit den jungen Zuschauern zog der Künstler diese in seinen Bann.

Die Geschichte ist einfach, schildert in traditioneller Märchenart gute wie auch schlechte Charaktereigenschaften und geht am Ende natürlich gut aus: Ein König hat drei Söhne, zwei davon erweisen sich als Taugenichtse, der Jüngste als edler Mensch, wenngleich ihm sein Vater diesbezüglich nicht viel zutraut. Seine Suche nach dem Goldenen Vogel gerät zur Suche nach dem Goldenen Pferd und schließlich nach einer Königstochter. Hilfe erfahren alle drei Söhne von einem Fuchs, der es tatsächlich gut mit ihnen meint. Die älteren beiden schlagen dessen Ratschläge in den Wind und führen ein Lotterleben, der Jüngste befolgt die meisten und wird dafür belohnt. Am Ende erfüllt er dem treuen Helfer schweren Herzens den Wunsch, ihn zu töten und ihm Kopf und Pfoten abzutrennen. In diesem Augenblick verwandelt sich der Fuchs in den Bruder der Prinzessin.

Geduldig beantwortete Moise Schmidt nach der Vorstellung die unzähligen Fragen der Schüler, die unter anderem wissen wollten, wie viel solch eine Maske kostet, wie alt der König ist oder auch wie die Masken hergestellt werden. Höhepunkt war freilich, als die jungen Zuschauer die Bühne stürmen und sich die Masken selbst überstülpen durften. Foto & Text: M. Weishaar


Südkurier, 24.10.2009

Förderschüler in guter Obhut

Hochzufrieden sind die Initiatoren und Träger eines integrativen Kooperationsprojekts für Förderschüler im Grundschulalter, das in diesem Jahr erstmals in der Grundschule Bonndorf angeboten wird. Acht Förderschulkinder aus Bonndorf und Umgebung werden hier stückweise in den normalen Schulalltag integriert.

St. Fridolin„Kleine Beine, kurze Wege", zitiert Dieter Weisser, Einrichtungsleiter der Pro Juwe des Caritasverbands Hochrhein, Landesvater Günther Öttinger gleich zu Beginn des am Donnerstag einberufenen Informationsgesprächs vor der Presse.

Das ist eine der Ideen, die dem angesprochenen Projekt zugrunde liegen. Denn bisher mussten die Bonndorfer Förderschulkinder einer Einrichtung mit der Klassifinzierung „E" für Erziehung, allmorgendlich mit dem Bus nach Lauchringen fahren und zwischendrin umsteigen. Das mutet man ganz prinzipiell Kindern im Grundschulalter ungern zu. Zudem fällt beim Besuch einer besonderen Klasse, die ansonsten in den Regelschulbetrieb integriert ist, das Problem der Stigmatisierung fast weg.

Was in der hiesigen Grundschule als Gemeinschftsprojekt der Caritas, des Kreisjugendamts und des Schulamtes und der Stadtgerade eingerichtet wird, sei beispielhaft, so Weisser. Acht Schüler der Klassenstufe zwei, drei und vier, die als Förderschüler eingestuft sind, werden hier von zwei Lehrerinnen der St. Fridolinschule in Bad Säckingen und dem Sozialarbeiter Jürgen Köder betreut.

Gemeinsame Pausen und Projekte, auch Mittagessen mit den Kameraden aus Kindergartenzeiten, und eine enge Zusammenarbeit der Lehrkräfte beider Schulen integrieren die Kinder allmählich in den Regelschulbetrieb. Idealvorstellung ist, die Förderschule innerhalb von zwei Jahren für das jeweilige Kind überflüssig zu machen. Die Kinder lernen den normalen Unterrichtsstoff der Grundschule. Demnächst schreibt sogar ein Viertklasskind der Förderschule ein Diktat zusammen mit den Schülern aus der vierten Grundschulklasse.

Besonders lobten Projektleiter Dieter Weisser die Kooperationsbereitschaft des Bürgermeisters, auch des Jugend- und sogar des Schulamts und schließlich der Grundschule vor Ort. Diese war beim Informationsgespräch vertreten durch Rektor Alfred Faller und Konrektorin Sylvia Reiling. Im Juli erst hatten sich die Verantwortlichen und Macher getroffen und für alle Eventualitäten kurzfristig Lösungen gefunden.

Beeindruckt war Sylvia Reiling von der Offenheit, in der beim Elternabend über Erziehungsprobleme gesprochen wurde. Eine Hoffnung liegt denn auch in der höheren und vor allen Dingen auch frühzeitigere Akzeptanz der Eltern für solcherlei Arbeit am Kind, die bei Bedarf gerne auch auf die Familie ausgedehnt wird. Sozialarbeiter Jürgen Köder: „Je früher Schüler kommen, um so höher die Wahrscheinlichkeit, dass Integration möglich ist."

Freilich sollte im Sinne künftiger Integrationsprojekte dieses ein voller Erfolg werden. Denn der Personalschlüssel, mit dem hier gearbeitet wird, ist außergewöhnlich hoch. Wollte man überall auf diese Weise integrativ arbeiten, wäre eine deutliche Aufstockung des Personals geboten. Hierfür ist bekanntlich Erfolg das beste Argument. Text & Foto: G. Deinzer




 

 

 

 Südkurier, 26. September 2009

 

Turnier mit lauter Gewinnern

Bei sehr guten äußeren Bedingungen bewiesen alle Kinder der Grundschule Bonndorf großen Einsatz beim Fußballturnier. Auf Initiative der Freiburger Fußballschule des Sport Clubs Freiburg fand die Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Grundschule und dem TuS Bonndorf statt. Als Zuschauer verfolgten zahlreiche Eltern und Bürgermeister Michael Scharf am Rande des Spielfeldes das Geschehen.

Die 320 Mädchen und Jungen wurden per Losverfahren jeweils einer Mannschaft mit sechs Spielern zugelost. Frühmorgens waren die Klassen drei und vier im Einsatz, danach kamen die Erst- und Zweitklässler zum Spielen. Die Teams erhielten die Namen von Ländern wie Brasilien, Japan, Südafrika oder Polen. Jedes Team durfte vier Spiele von jeweils zehn Minuten austragen. Als Besonderheit des Turniers galt: Alle sind Gewinner.

Fairplay leben
Der Organisator der Freiburger Fußballschule, Sebastian Neuf, betonte, dass der Freiburger Förderverein mit diesen Turnieren der sozialen und gesellschaftspolitischen Verantwortung nachkomme. Dabei spiele es erst einmal keine Rolle, ob ein Kind schon Fußball spielt oder nachher möglicherweise einer anderen Sportart nachgeht. „Wichtig ist, dass soziales Verhalten eingeübt wird, der Einzelne Ängste und Unsicherheiten abbaut und auch der Gedanke des Fairplay gelebt wird und die Kinder sich bewegen", so Neuf. Die Freiburger Fußballschule geht auf die Schulen zu und richtet alljährlich bis zu zehn Turniere dieser Art im Einzugsgebiet des SC Freiburg aus.

Für die Abwicklung des Turniers waren 25 Sport- und Pädagogikstudenten der Pädagogischen Hochschule sowie der Universität Freiburg und zwei Leute des Sportclubs verantwortlich.
Für die gute Stimmung und den Spaß der Kinder gab es neben den Turnierspielen weitere Angebote. Die Betreuer jedes Teams zeigten verschiedene Tricks und gaben Tipps.
Ein Höhepunkt war der Besuch des Fußballprofis Torwart Oliver Baumann. Er war mit der U-19-Mannschaft des Sportclubs Freiburg Deutscher Meister und ist im Kader des SC aufgeboten. Er beantwortete all die vielen Fragen zu seinem Fußballeralltag. Außerdem verteilte er Autogramme, sogar auf Hemden und Arme der Kinder.
Artikel und Bilder: N. Kriegl


Badische Zeitung, 25. September 2009

Beim Sportfest gab es nur Gewinner

Ein ganz außergewöhnliches Sportfest veranstaltete am Donnerstag der Förderverein der Freiburger Fußballschule des SC Freiburg im Waldstadion des TuS. 320 Mädchen und Buben der Grundschule, Martin-Gerbert-Schule sowie der Außenklasse der Bad Säckinger Fridolinschule trugen hier eine kleine Fußballweltmeisterschaft aus.
Marokko spielte gegen Südafrika, Barbados gegen Mexiko oder auch Thailand gegen Vietnam. Mittels Losentscheid wurden Fünferteams zusammen gestellt, die wiederum in fünf Gruppen aus fünf Kontinenten jeweils gegeneinander antraten. Damit hatte jede Mannschaft vier Begegnungen mit jeweils zehn Minuten Spieldauer auszutragen. Nach zwei Minuten Pause wartete schon der nächste Gegner, wobei der Ablauf minutiös klappte. Eine weitere Besonderheit an diesem Turnier: Es gab nur Gewinner.

Während Sebastian Neuf mit seinem Team vom Freiburger Förderverein die Organisation des Turniers mit sämtlichen Vorabsprachen zwischen Schulleiter Alfred Faller und dem Turn- und Sportverein klärte, lag die konkrete Durchführung der Spielpläne in der Verantwortung von 25 Sport- und Pädagogikstudenten der Pädagogischen Hochschule sowie der Universität und zwei Beschäftigten des Sportclubs.

Ziel dieser Initiative des Fördervereins ist es, Kinder für Sport und Bewegung zu begeistern und sie dabei gleichermaßen zu fördern und zu fordern. Die Mannschaftszusammensetzungen per Losverfahren fördern das Sozialverhalten der Kinder insofern, dass sie hier mit Kameraden kicken, mit denen sie vielleicht sonst niemals spielen würden. Ganz bewusst wurden die Schüler bei diesem Turnier aus ihrem alltäglichen sozialen Gefüge herausgenommen, damit sie neue Kontakte schließen. Mädchen und Buben, sportliche oder unsportliche Kinder, erfahrene Kicker oder solche, die noch nie einen Ball traten, wurden willkürlich gemischt. „Gerade für die Kinder, die sich nicht viel bewegen, ist dieses Turnier wichtig", betont Organisator Sebastian Neuf.

Der Spaß, den die Schüler dabei hatten, war in der schönen Atmosphäre des Waldstadions greifbar, zumal auch das Wetter optimal mitspielte. Außer Bürgermeister Michael Scharf interessierten sich auch zahlreiche Eltern und Großeltern für dieses Ereignis, so dass eine ansprechende Zuschauerkulisse gegeben war. Höhepunkt war freilich der Besuch des Fußballprofis Oliver Baumann, der mit der U-19-Mannschaft des Sportclubs Deutscher Meister wurde. Bereitwillig berichtete er den Kindern aus seinem Sportleralltag und verteilte Autogramme, sei es auf nackten Unterarmen oder Handrücken.

Großes Lob zollte Sebastian Neuf der guten Zusammenarbeit mit dem TuS sowie den hervorragenden Bedingungen im Waldstadion. Der Förderverein der Freiburger Fußballschule will mit dieser Art von Turnieren, die er übrigens im gesamten südbadischen Raum organisiert, den Kontakt zur Region pflegen und seiner sozialen und gesellschaftspolitischen Verantwortung nachkommen. Vor Ort war auch ein Team der Badischen Zeitung, das jedem Teilnehmer als Extrablatt eine "Titelseite" der BZ mit einem Foto seiner jeweiligen Mannschaft überreichte.
Artikel und Fotos von M. Weishaar


Südkurier, 23. September 2009

Kommunalpolitik Bildung: Räume für Fridolinschüler

Einen Bauantrag über den Ausbau des Dachgeschosses der Grundschule hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung passieren lassen. Das Konzept sieht unter anderem einen sicherlich sehr ansprechenden offenen Raum von 180 Quadratmetern vor, zudem zwei geräumige Klassenzimmer.

Hier sollen neben weiterer Nutzung auch acht Schüler der St. Fridolinschule für Erziehungshilfe mit Sitz in Bad Säckingen unterrichtet werden. Seit Beginn dieses Schuljahres ist die Außenstelle erstmals und vorerst noch notdürftig in der Bonndorfer Grundschule untergebracht.

Die Einrichtung für Kinder im Grundschulalter, die zwar keine Lern- jedoch soziale Probleme haben, wäre ohne den Mut, die Offenheit und die Kooperationsbereitschaft des Grundschulrektors Alfred Faller und der Leiterin der Martin-Gerbert-Schule, Birgitta Stephan, nicht möglich gewesen, sagte Simon Dobrodolac, Leiter der St. Fridolinschule.

Insgesamt besuchen 123 Schüler diese Schule für Erziehungshilfe. Rund 30 Kinder konnten in den vergangen Jahren rückgeführt werden in den normalen Schulbetrieb, zumeist in eine Real- oder Hauptschule. Neben Bad Säckingen, Rickenbach und Lauchringen ist somit auch Bonndorf um diese sogenannte Förderschule E im Grundschulbereich reicher. Kinder, die bisher eine solche Einrichtung besucht haben, hatten aus Bonndorf kommend eine lange, umständliche Busverbindung zu bewältigen.

Bürgermeister Scharf wertete die Chancen, die sich damit für die Kinder ergeben überaus positiv, erhofft sich freilich auch mehr Akzeptanz bei den Eltern, die sich einer solchen Unterstützung bisher, häufig aus praktischen Gründen verweigern.

Ausschreibung für die Arbeiten soll noch vor Weihnachten, Baubeginn dann im nächsten Mai sein (gud).