Kooperation Kindergarten - Grundschule

Kooperation ist bewusste, von allen Beteiligten verantwortete, zielgerichtete, gleichwertige und konkurrenzarme Zusammenarbeit. Es geht um ein gemeinsames Ziel, nämlich das Wohl des einzelnen Kindes.

Für die Schulanfänger stellt der Wechsel in die Grundschule einen bedeutungsvollen Einschnitt mit neuen strukturellen und sozialen Anforderungen dar.

Deshalb sollten folgende Ziele berücksichtigt werden:

  • Für die Kinder ist der Übergang vom Kindergarten zur Grundschule gleitend zu gestalten.
  • Die äußeren Bedingungen für einen gleitenden Übergang und die inhaltlichen Bedingungen beider beteiligter Einrichtungen müssen gut aufeinander abgestimmt sein.
  • Bei allen Maßnahmen und Projekten im Übergangsprozess sind die Familien, speziell die Erziehungsberechtigten, rechtzeitig zu beteiligen.
  • Die Persönlichkeitsentwicklung und die Kontinuität des Bildungsganges sind durch den gleitenden Übergang für jedes Kind zu wahren.
  • Zwischen Erzieherinnen, Lehrkräften und den Eltern sollten verschiedene Themen und Sachverhalte, die mit der Schulfähigkeit zu tun haben, frühzeitig und einvernehmlich geregelt werden.

Ein Planungsgespräch steht am Beginn eines gemeinsamen Kooperationsjahres.
Die Kooperationsbeauftragte, alle Erzieherinnen der abgebenden Kindergärten und alle Lehrkräfte der Eingangsstufe der Schule treffen sich unter Leitung der Schulleitung zu Beginn eines neuen Schuljahres, um den Verlauf des Kooperationsjahres gemeinsam zu planen. Erfahrungen und Bewährtes aus den vergangenen Jahren und Ideen und Anregungen für künftige Vorhaben finden hier Raum, werden gemeinsam besprochen und diskutiert und bilden die Grundlage für die neue Jahresplanung. Unter Berücksichtigung der Beiträge aller Beteiligten wird ein gemeinsamer Jahresplan erstellt. Ausgangspunkt und Basis für die inhaltliche Gestaltung bilden die Kinder des nächsten Einschulungsjahres.

Zu Beginn eines neuen Kindergarten- bzw. Schuljahres führt die Kooperationsbeauftragte Elternabende zum Thema „Kriterien zur Schulfähigkeit" durch. Diese Informationsveranstaltung findet an mehreren Terminen statt. Dabei werden Gruppen aus jeweils zwei bis drei Kindergärten gebildet.
Die Eltern denken in einer Gruppenarbeit darüber nach, welche Fähigkeiten und Voraussetzungen ein Kind für die Schule mitbringen sollte. Anschließend berichtete die Kooperationsbeauftragte darüber, was für die Einschulung wichtig ist.

Es werden praktische Hinweise und Informationen gegeben. Daraus lassen sich konkrete Übungsfelder für die Kinder im letzten Kindergartenjahr und für die Eltern als Anregung für zu Hause ableiten.

Zweimal wöchentlich besucht die Kooperationsbeauftragte für eineinhalb Stunden abwechselnd die Vorschulkinder der folgenden Einrichtungen: Kindergarten Dillendorf, Kindergarten Wellendingen, Kindergarten Meisenweg, Flohkiste, Spielstube Gündelwangen.

Die Vorschulkinder der schulnahen Kindergärten Obertal, Martinstraße und Wunderfitz kommen in das Grundschulgebäude ins Klassenzimmer der Vorbereitungsklasse zur Vorschularbeit.
Anschließend finden gemeinsame Gespräche zwischen der Kooperationsbeauftragten und Erzieherin statt. Es gibt eine Informationsaustausch über den Entwicklungsstand einzelner Kinder auf dem Hintergrund einer langfristigen Beobachtung.

Die Eltern haben während der Kooperationsphase jederzeit die Möglichkeit zu einem gemeinsamen Gespräch mit der Erzieherin und der Kooperationsbeauftragten. Sie sind wichtige Partner für eine gelingende Zusammenarbeit und werden in allen ihr Kind betreffenden Fragen hinzugezogen. Informationen über die Beobachtungen und zum Entwicklungsstand des Kindes, Fragen zur Zurückstellung, Einschulung in die Vorbereitungsklasse oder vorzeitige Einschulung bilden die Inhalte solcher Gespräche.

Wenn die Eltern eine vorzeitige Einschulung wünschen, kann das Kind durch die Kooperationsbeauftragte mit dem „Testbogen zu den diagnostischen Einschätzskalen (DES) zur Beurteilung des Entwicklungsstandes und der Schulfähigkeit" überprüft werden. Anschließend findet ein Einschulungsberatungsgespräch mit den Eltern, dem Schulleiter, der Erzieherin und der Kooperationsbeauftragen statt.

Im Rahmen der Schulanmeldung erfolgt eine Mitwirkung der Eltern, der Grundschulleitung und der Erzieherin des jeweiligen Kindergartens. Die Erzieherin bringt den von den Vorschulkindern gestalteten Anmeldebogen (siehe Anlage) mit. Dieser dient als Gesprächsgrundlage für das Gespräch des Schulleiters mit dem Vorschulkind.

Die Kindergartenkinder erhalten die Möglichkeit, vor der Einschulung die Schule als Einrichtung kennen zu lernen und am Unterricht einer ersten oder zweiten Klasse teilzunehmen.

Es gibt gegenseitige Einladungen zu Festen, Theateraufführungen und Vorleseveranstaltungen: Grundschulkinder lesen den Vorschulkindern vor.