Presseschau 2008/2009
Bonndorf, 26. Juni 2009
Grenzen der Erziehung
Bonndorf (twi) Schulleitungen und Elternbeirat des Bildungszentrums laden alle an Erziehungsfragen Interessierten sowie Eltern, Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher zu einem Vortrag des Psychologen Thomas Grüner am Dienstag, 30. Juni, um 19.30 Uhr ins Paulinerheim Bonndorf ein. Im Rahmen des pädagogischen Forums referiert Thomas Grüner über „Die Kunst der Grenzziehung: Konsequent erziehen - erfolgreich erziehen."
Thomas Grüner gilt als geschätzter Referent und Fachmann in Erziehungsfragen. Er ist Diplompsychologe, Psychotherapeut (HPG) und Ausbilder für Mediation und Täter-Opfer-Ausgleich. Nach mehrjähriger Tätigkeit im Kinder und Jugendschutz gründete er das Freiburger Institut für Konflikt-Kultur. Er arbeitet seit Jahren erfolgreich mit Kindern aller Altersstufen und bildet bundesweit Fachkräfte nach den Methoden von Konflikt-Kultur aus und leitet Supervisionsgruppen und Seminare zu Erziehungsfragen. Er ist Vater eines Sohnes und Autor mehrerer Bücher. Grenzen zu setzen sei eine der wichtigsten erzieherischen Aufgaben, denn Kinder und Jugendliche wollten wissen, wie weit sie gehen können. Grenzen gäben ein Gefühl der Sicherheit und Orientierung.
Kinder und Jugendliche bräuchten Erwachsene, die durch Regeln und Rituale Halt und Geborgenheit vermitteln. Sie sollten wissen, was von ihnen erwartet wird und was erlaubt und was nicht erlaubt ist. Thomas Grüner wird an Hand praktischer Beispiele aus dem Erziehungsalltag von Schule und Familie thematisieren, wie man Kindern und Jugendlichen Werte und Regeln vermittelt und ihnen Grenzen setzt, wie Grenzen und Verhaltensregeln auch ohne Bestrafung erfolgreich durchgesetzt werden. Der Eintritt ist frei.
Südkurier, 23. Juni 2009
Projektarbeit im Klassenverband
"Hurra,
wir haben Projekttage", freuten sich die Bonndorfer Grundschüler in der
vergangenen Woche, denn für die Schüler bedeutet diese im
zweijährigen Rhythmus stattfindende Aktion in erster Linie eine willkommene
Abwechslung zum normalen Schulalltag.
Erstmals in diesem Jahr wurden die Projekttage im Klassenverband ausgerichtet und nicht wie in den früheren Jahren entsprechend den Neigungen der Schüler, erklärt Schulleiter Alfred Faller. Damals konnte sich jedes Kind für drei Projekte anmelden, um dann schließlich in einem Projekt seiner Auswahl unterzukommen. Hinter dem bisherigen System steckt natürlich ein gewaltiger Organisationsaufwand, da zahlreiche Projekte auch von zum Teil berufstätigen Eltern mit bewältigt beziehungsweise von Lehrern durch deren Mitarbeit unterstützt wurden. Letztendlich war es der Wunsch der Lehrer, die diesjährigen Projekttage versuchsweise im Klassenverband zu veranstalten, lässt Rektor Alfred Faller wissen.
Da die Bonndorfer Grundschule laut Schulprofil ein besonderes Augenmerk auf die Förderung der Lese- und Sprachkompetenz legt, standen die aktuellen Projekttage unter dem Motto „Geschichten auf der Spur". Mehr oder weniger alle Projekte der Klassen 1 bis 4 orientierten sich an diesem Leitfaden und entsprechend breit war deshalb das Spektrum der Umsetzungsideen. „Willkommen im Märchenland", lautete das Projekt der Vorbereitungsklasse von Christiane Beha und Karola Eichhorn, die ihre Aktivitäten teilweise in den Wald verlegten und eine Hexenbowle zubereiteten.
Ein stets wichtiges Thema, wie gesunde Ernährung, versuchte die Klasse 1a von Sylvia Reiling mit der Geschichte „Bert, der Gemüsekobold" aufzuarbeiten. Claudia Böhler, Fachfrau für Ernährung, bereitete mit den Kindern leckere Ampelspieße und gesundes Müsli aus frischen Zutaten zu. Des Weiteren gab es zahlreiche Literatur-Projekte, wie zum Beispiel „Post für den Tiger" von Janosch (Klassen 1b von Rotraut Neubauer und 2c von Natascha Radosavljevic), mit Laubsägearbeiten, Papierschöpfen und einer Schreibwerkstatt mit diversen Schreibmaterialien. Die Klasse 2a arbeitete mit ihrer Klassenlehrerin Judith Schaal die Geschichte „Das Riesenmuffeltier" zum Minimusical auf. Auch die Wellendinger Dependance mit den Klassenlehrerinnen Elke Rabe (1c) und Marina Schendel (2b) bereiteten gemeinsam mit vielen Eltern eine Theatervorstellung des Märchens „Dornröschen" für Kindergartenkinder und Eltern vor. Die Viertklässler mit ihren Klassenlehrern Michael Weeber (4a), Renate Scriba (4b) und Alfons Sieber (4c) widmeten sich passend zum Jahr der Astronomie diesem himmlischen Thema. Die Schüler konnten sich auf sehr gut bestückten Büchertischen zu diesem anspruchsvollen Thema informieren, um die Informationen anschließend in Gruppenarbeit als Zeichnungen und Text zu Papier zu bringen. Auch Filme zum Thema Astronomie gehörten zum Angebot. Am tollsten fanden die Viertklässler, dass sie zum Abschluss ins Freiburger Planetarium fahren. Viel zu schnell waren die Projekttage vorbei, bedauern die Schüler und freuen sich schon auf die nächsten. (Annette Friedrich)
Badische Zeitung, 19. Juni 2009
Geschichten auf der Spur
BONNDORF. Im
zweijährigen Rhythmus unterbricht die Grundschule ihren Schulalltag mit
Projekttagen, um einerseits den Schülern neue Aspekte und Wissensgebiete
außerhalb des Lehrplans zu vermitteln, andererseits aber auch deren
Interesse für Neues zu wecken. Bei den Schülern treten dabei zuweilen
Talente zutage, die im normalen Unterricht gar nicht zum Tragen kommen und auch
unter sozialen Gesichtspunkten fördern Projekttage das Miteinander der
Schüler.
Basierend auf dem Schulprofil einer besonderen Förderung der Lese- und Sprachkompetenz wählte das Kollegium jetzt für die Projekttage das Motto "Geschichten auf der Spur". Dabei entwickelte sich eine erstaunliche Vielfalt an Umsetzungsmöglichkeiten, freut sich Grundschulrektor Alfred Faller. Neben modernen Geschichten werden bei dieser Gelegenheit auch etliche klassische Märchen eingehend bearbeitet.
Die Klassen bleiben in diesem Jahr während der Projekttage zusammen, da die freie Auswahl an Projekten in den Vorjahren einen enormen organisatorischen Aufwand verursachte und die Mithilfe vieler außerschulischer Partner bedingte. Dennoch unterstützen auch jetzt wieder viele Eltern die Klassenlehrer.
Die beiden Klassen in Wellendingen beispielsweise bereiten eine Inszenierung des Märchens "Der gestiefelte Kater" vor und auch die 2 a, die in der Martin-Gerbert-Schule untergebracht ist, setzt die Geschichte "Das Riesenmuffeltier" in einem Musical um.
Auch ein Theaterstück und ein Musical werden erarbeitet
Das Musical kommt als krönender Abschluss der Projekttage zur
Aufführung. Die vierten Klassen greifen das "Jahr der Astronomie" auf und
befassen sich eingehend mit Planeten und Sternen. Abschließend besuchen sie
das Planetarium in Freiburg.
Ganz praktisch setzen die beiden Gündelwanger Klassen Janoschs "Post für den Tiger" um, denn hier wird Papier geschöpft, werden Briefumschläge gebastelt und sogar eigene Briefmarken entworfen. Begleitet wird das Ganze mit Wissenswertem zum Thema Briefeschreiben oder Postweg. Am Ende sägen sich die Buben und Mädchen sogar ihre eigene Tigerente aus und bemalen sie.
Rosenbalsam, einen Rosendrink und köstlich kandierte Rosenblätter stellt die 3 a her, nachdem die Schüler zuvor "Dornröschen" gelesen haben und in der 3 c werden nach der Lektüre von "Das Sams" eifrig Wunschmaschinen gebastelt, die besonders auf immaterielle Wünsche spezialisiert sind, bei denen die Schüler ihre positiven Eigenschaften entdecken.
Nach den Erfahrungen von "Bert, der Gemüsekobold" befasst sich die Klasse 1 a unter Regie von Ernährungsberaterin Claudia Böhler mit gesunder Ernährung und lernt nebenbei auch einiges in Sachen Tischkultur.
Die Vorbereitungsklasse stellt nicht nur eine Hexenbowle her, sondern sucht
außerdem im Wald auf den Spuren von "Hänsel und Gretel" einen Schatz.
Auch die 3 b wählte die freie Natur, um nach eingehender Lektüre
"Pfoten weg vom Donnerwald" zu "erleben". (Martha Weishaar)
Badische Zeitung, 21. Mai 2009
"Der Teufel mit den drei goldenen Haaren" - Teuflischer
Spaß am Theaterspiel
Die Theater AG der Grundschule wagte sich mit „Der Teufel mit den drei
goldenen Haaren" an die Inszenierung eines Märchens nach den Gebrüdern
Grimm, in dem es um den Glücksjungen Hans geht, dem prophezeit wurde, dass
er einmal die Königstochter heiraten wird.
Nachdem die Theater AG der Grundschule Bonndorf bereits im letzten Schuljahr das
Märchen „Der kleine Muck" nach Wilhelm Hauff aufführte, wagte
sich die Truppe mit „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren" dieses Jahr
erneut an die Inszenierung eines Märchens nach den Gebrüdern Grimm, in
dem es um den Glücksjungen Hans (Anna B.) geht, dem prophezeit wurde, dass
er einmal die Königstochter (Anna I.) heiraten werde.
Dies möchte der hochnäsige König „Schlaufuchs" (Alina F.)
mit allen Mitteln verhindern. Doch seine Rechnung geht nicht auf. Die Räuber
(köstlich dargestellt von Minh, Silas D. und Timo S.) und die
Räubermutter (Naomi B.) fälschen einen Brief des Königs. Anstatt
dass Hans getötet wird, feiert er Hochzeit mit der Prinzessin. Um den
verhassten Schwiegersohn doch noch loszuwerden, schickt der König diesen in
die Hölle, um drei goldene Haare des Teufels (Marcel S.) zu holen. Mithilfe
der listigen Großmutter (Daniela Weizel) löst Hans auch diese Aufgabe
und der König muss sich zur Strafe bis ans Lebensende als Fährmann
verdingen.
Waren es im vergangenen Jahr noch 32 Schüler der Klassen 2 bis 4, konnten
sich in diesem Jahr nur 18 Schüler für die Teilnahme an dieser AG
entscheiden, so dass einige Kinder gleich in zwei Rollen schlüpfen durften.
Richtiges Lampenfieber ist für die jungen Schauspieler ein Fremdwort und so
gaben sie völlig souverän bereits am Vormittag zwei Vorführungen
für ihre Klassen- und Schulkameraden der Grundschule, sowie für die
Vorschüler der Kindergärten. Kein Wunder also, dass die jungen Akteure
abends bei der Vorstellung vor den eigenen Familien dann zur Höchstform
aufliefen. Ihre tollen Leistungen in den drei Aufführungen und vielen Proben
wurden dann auch von starkem Applaus gekrönt.
Ein Novum in diesem Jahr war das Spiel vor einer „Schattenwand", auf
welcher mittels Lichtbild-Projektor Silhouetten erzeugt wurden und somit auf ein
aufwendiges Bühnenbild verzichtet werden konnte. Silvia Maier bedankte sich
im Anschluss an die gelungene Vorstellung bei den Eltern, die in irgendeiner Form
mitgeholfen hatten, mit je einem frisch gebackenen Brot aus der Wellendinger
Blattert Mühle. Besonderes Engagement zeichnete auch Andreas Maier, den
Ehemann von Silvia Maier aus, der sogar Urlaub fürs Requisiten schleppen
nahm. Rektor Alfred Faller lobte die Schauspieltruppe für ihre tolle
Leistung und belohnte die Schüler mit einem der begehrten Hausaufgabenjoker.
Theaterpädagogin Silvia Maier und Sonja Schwinkendorf vom Lehrerteam der Bonndorfer Grundschule verstehen ihr Handwerk und wissen mit ihren mittlerweile jahrelangen Erfahrungen, die Kinder fürs Schauspielen zu begeistern. Ratschläge und Vorschläge zur Inszenierung kommen aber auch von den Kindern selbst, denn einige von ihnen sind inzwischen schon seit der ersten Klasse dabei und dementsprechend von ihren schauspielerischen Fähigkeiten überzeugt.
Meist klappt es auch, dass alle ihre "Traumrollen" bekommen. So sind manche Kinder schon mit kleinen Rollen zufrieden und ausgelastet. Andere wiederum scheinen regelrecht versessen darauf zu sein, wirklich große Textpassagen auswendig zu lernen. In diesem Jahr gab es bei Proben und Aufführungen für die beiden Regisseurinnen und die jungen Schauspieler Unterstützung von der Realschülerin Charlotta S. und den beiden Müttern Heike Isele und Annette Friedrich. Da Sonja Schwinkendorf demnächst Nachwuchs erwartet und sich bereits im Mutterschutz befindet, bleibt zu hoffen, dass die Theater AG in der bisherigen Form weitergeführt werden kann. (A. Friedrich)
Südkurier, 20. Mai 2009
Vorlesen macht Lust auf Lesen
Die bereits mehrfach ausgezeichnete Augsburger Kinder- und Jugendbuchautorin
Kathrin Schrocke las auf Einladung der Stadtbibliothek im Rahmen der
Leseförderung für die Kinder der zweiten Klassen der Grundschule
Bonndorf aus ihrem Buch mit dem kuriosen Titel: „Andi Erbsenbein und das
Humperdock" vor.
Das Buch erschien im Oetinger-Verlag und wird empfohlen für Kinder ab acht
Jahren. Vorab verriet die Autorin den Kindern, dass sie schon als Kind eine
Leseratte war und alles las, was ihr in die Hände geriet. Inspirieren
lässt sich die sympathische Schriftstellerin zu ihren Büchern teils von
eigenen Erfahrungen, aber auch von Kindern von Verwandten und Bekannten, die sie
besuchen.
Vom ersten Augenblick an zog die junge Autorin die Kinder durch Sprache, Mimik
und Gestik in ihren Bann, so dass es kein stures Vorlesen war, sondern eine
äußerst fantasievolle Buchpräsentation. In der Geschichte geht es
um das Einzelkind Andi Erbsenbein, das zusammen mit seinen Eltern in einer
tristen Hochhaussiedlung wohnt und wegen seines komischen Nachnamens oft von den
Klassenkameraden gehänselt wird. Einzig seine „Wirsching"-Oma, von der
der Bub ab und zu Pflanzenableger bekommt und seine heimliche Liebe, die coole
Isa, bringen etwas Licht in sein Dasein.
Eines Tages entdeckt er beim Aufstehen ein seltsames Ringelschwänzchen im
Tomatentopf auf seiner Fensterbank. Er zieht daran und hat ein undefinierbares
Tier in der Hand, das plötzlich zu sprechen beginnt. Es handelt sich um ein
„Humperdock", das schließlich aufgrund der guten Fütterung mit
seinen Leibspeisen Stinkkäse und alten Socken schnell heranwächst. Andi
nimmt das Humperdock mit in den Biologieunterricht und sein Lehrer, Herr
Schnabel, zeigt sich sehr interessiert an der ihm gänzlich unbekannten
Spezies. Natürlich hat Kathrin Schrocke nicht das Ende der Geschichte
preisgegeben, denn schließlich sollen die Kinder durch Veranstaltungen
dieser Art selbst zum Lesen animiert werden.
Mittlerweile sind etwa 20 Kinder- und Jugendbücher von Kathrin Schrocke in
verschiedenen Verlagen veröffentlicht worden. Dass sie von ihren Einnahmen
als Autorin nicht leben kann, machte sie den Kindern an einem Beispiel deutlich.
Wenn ein Buch im Buchhandel 7,95 Euro kostet, erhält die Autorin genau 50
Cent davon. Also ist sie darauf angewiesen, ihre Einkünfte durch
Autorenlesungen aufzubessern. Dass diese Lesungen ihr Geld wirklich wert sind,
hat Kathrin Schrocke in Bonndorf eindrücklich unter Beweis gestellt. (A.
Friedrich)
Südkurier, 19. Mai 2009
Landjugend vollbringt gigantische Leistung
Es ist
vollbracht. Schon Stunden bevor die „Wir fürs Land"-72 Stunden-Aktion
der Wellendinger Landjugend zu Ende geht, haben die jungen Leute ihre Aufgaben
mit Erfolg abgeschlossen. Voller Stolz präsentieren sie am Sonntagabend ihr
Ergebnis und übergeben den völlig neu gestalteten Spielplatz an die
Stadt Bonndorf. Die unzähligen Gäste, die zur Einweihungsparty der
Landjugend Wellendingen zur Grundschule kommen, sehen es alle selbst.
Nichts ist wie es einmal war. Auf dem Spielplatzgelände thront ein
mächtiges Piratenschiff, in das die alte Rutsche integriert wurde. Passend
zum Thema haben die jungen Leute eine Wippe in Form eines Fisches gebaut.
Die Sandgrube wurde mit Natursteinen und Holzpflöcken eingegrenzt und eine
Ruhebank aufgestellt. Einzig das Schaukelgerüst mit der Vogelnestschaukel
ist wieder aufgebaut.
Vorbei ist die Schufterei. Schönes ist entstanden. Auf dem kleinen Dorfplatz
laden bequeme Sitzbänke zum Ausruhen ein. Blumenkübel schmücken
den hübschen Platz. Bleibt zu hoffen, dass dieses Ruheeckchen nun nicht bei
jeder Gelegenheit zugeparkt wird. „Wir sind alle wahnsinnig stolz auf
unsere Landjugend", sagt Inge Dietsche bei der kleinen Einweihungsfeier auf dem
Schulhof. „Wellendingen hat mich schon öfters beeindruckt, aber dieses
Projekt löst restlose Begeisterung in mir aus", ergänzt Michael
Scharf.
Strahlende Gesichter, sowohl bei den jungen Leuten als auch bei den Zuschauern,
als bei der Übergabe das Band vom Bürgermeister durchgeschnitten wird.
Großer Jubel bei der Schiffstaufe durch den Rathauschef, auch wenn er
tatsächlich einen Hammer einsetzen muss, um die Flasche am Schiffsrumpf
bersten zu lassen.
Patrick Lutyi bedankt sich als „Oberpirat" bei allen selbstlosen Helfern,
Gruppen, Vereinen und Firmen, die zum Gelingen dieses Projektes beigetragen
haben. Er erzählt von den arbeitsreichen Stunden, die jeweils bis tief in
die Nacht gingen und dem Richtfest Samstagnacht.
Dann wollen alle nur noch feiern. Die Musiker der Gruppe MOST spielen auf.
Für Essen und Trinken haben die jungen Leute gesorgt. „Das war eine
klasse Aktion. Die Arbeit für diese tolle Sache hat sich gelohnt",
begeistert sich Alexander Nägele. Er betont, dass der Einsatz den jungen
Leuten Spaß gemacht hat und dass alle sehr gut zusammen gehalten haben.
Markus Stadler prostet ihm zu und freut sich über die große
Unterstützung durch die Wellendinger Bevölkerung. Die Kinder sagen
nichts, sie klettern, spielen und jubeln einfach über ihren neuen
Spielplatz. (E. Nosbüsch)
Badische Zeitung, 13. Mai 2009
Autorenlesung für Kinder - Junges Publikum lauscht gespannt
Dass die
Bonndorfer Stadtbücherei mit Autorenlesungen das Interesse am Lesen
fördert, hat mittlerweile Tradition. Besonderes Augenmerk gilt dabei
Kindern, denn tatsächlich kann so ein leibhaftiger Schriftsteller junges
Publikum begeistern.
Vortrefflich glückte dies am Dienstagmorgen Kathrin Schrocke, die in der
Mensa der Lernstation „Logofit" nicht etwa dröge vorgelesen hat,
sondern ihr Publikum mit einer spannenden Einführung vollkommen in ihren
Bann zog. Die 34-jährige Autorin erzählte den Zweitklässlern der
Grundschule sowie Schülern der Martin-Gerbert-Schule aber auch, wie es zu
ihren jeweiligen Werken kam und berichtete von den teilweise strengen Vorgaben,
die ein Verlag einer Buchautorin so machen kann. Damit sicherte sich die
sympathische Schriftstellerin die Aufmerksamkeit der jungen Zuhörer, noch
ehe sie mit ihrer spannenden Geschichte von „Andi Erbsenbein und das
Humperdock" begann.
In dieser turbulenten Erzählung sammelt Andi, die Hauptfigur, in seiner grässlichen Großstadt-Wohnsilo-Welt Pflanzen. Eine dieser Pflanzen entwickelt eine merkwürdige Eigendynamik, fast meint Andi, dass diese vermeintliche Tomatenpflanze auf Beleidigungen reagiert. Wie staunt der Junge, als die Pflanze sich plötzlich als veritabler Drache entpuppt, der ob seiner adligen Herkunft äußerst feine Umgangsformen an den Tag legt.
Kathrin Schrocke trifft mit ihren Büchern ins Schwarze. Die 1975 geborene Augsburgerin belegte nach Germanistik- und Psychologiestudium einen Fernkurs für Kinder- und Jugendliteratur, während sie als Presseassistentin, Praktikantin bei einer bekannten Frauenzeitschrift oder als Gastdozentin tätig war. Mittlerweile schreibt sie Erzählungen, Theaterstücke sowie Kinder- und Jugendbücher, mit denen sie bereits Auszeichnungen wie „Buch des Monats" oder „Die sieben besten Bücher für junge Leser" erhielt. (M. Weishaar)
Südkurier, 13. Mai 2009
Freitag hebt sich der Vorhang
Auf Hochtouren
laufen derzeit die Proben für das Märchen „Der Teufel mit den
drei goldenen Haaren", das von insgesamt 18 Schauspielern der Theater AG an der
Grundschule Bonndorf am Freitag, 15. Mai, um 18.30 Uhr im Paulinerheim
aufgeführt wird. Die Vorstellungen für die Schulklassen und
Kindergärten finden am gleichen Tag vormittags statt.
Erneut wagt sich das mittlerweile eingespielte Team um die beiden Regisseurinnen
Silvia Maier und Sonja Schwinkendorf an die Umsetzung eines bekannten
Märchens frei nach den Gebrüdern Grimm. Viele Kinder gehören wie
auch die Theaterpädagogin und die Grundschullehrerin sozusagen schon zum
lebenden Inventar der Theater AG. Einige sind tatsächlich seit Beginn ihrer
Grundschulzeit bei jeder Aufführung mit dabei gewesen. Scheinbar ohne
Lampenfieber und völlig souverän meistern sie ihre Rollen und bringen
eigene Ideen für die Umsetzung des Stoffes mit ein.
Die Besucher dürfen sich einmal mehr auf eine zeitgemäße
Inszenierung eines Märchenklassikers freuen. Der Eintritt ist frei, jedoch
erhoffen sich die jungen Akteure Spenden zur weiteren Unterstützung der
Theaterarbeit an der Grundschule. (A. Friedrich)
Südkurier, 6. Mai 2009
Schaden von 2300 Euro
Bonndorf - Unbekannte Täter haben in der Nacht zum 1. Mai auf dem
Gelände der Grundschule Schaden in Höhe von 2300 Euro verursacht. Sie
haben die auf dem Schulhof stehende Platte um etwa 30 Meter verrückt und
dabei die Betonplatte und die Füße zerbrochen. (Polizeimeldung)
Badische Zeitung, 15. April 2009
Bestseller sind schnell greifbar
Innerhalb der Zeit von weniger als einer Woche bietet die Bonndorfer
Stadtbibliothek ihren Lesern Neuheiten aus der "Spiegel-Bestsellerliste" an.
Dieser besondere Service spiegelt sich auch in der Statistik der Ausleihen wider,
worin die "Schöne Literatur" einen deutlichen Zuwachs gegenüber dem
Vorjahr verzeichnete.
Die Statistik dient dem Leitungsteam der Bücherei - Ingrid Bühler,
Flora Jägler und Monika Scharnagl - als Grundlage für ihre
tägliche Arbeit und weitere Entscheidungen. Im Rahmen des alljährlichen
Mitarbeiterinnentreffens stellte das Leitungsteam nun die neuesten Zahlen den 18
weiteren ehrenamtlichen Helferinnen der Bücherei vor. Demnächst wird
das aktuelle Zahlenwerk auch dem Gemeinderat vorgestellt.
858 Leser zählt die Bücherei momentan, die meisten davon aus der Kernstadt, 125 aus den Ortsteilen und weitere 181 aus anderen Gemeinden. Mit 434 Lesern stellen Kinder und Jugendliche den größten Nutzerkreis. Allerdings ging die Zahl der neuen Leser im Jahr 2008 von 184 auf 132 zurück. Rückläufig ist auch die Zahl der Ausleihen mit 42 105 im Jahre 2008 gegenüber 44 390 im Vorjahr. Diese Zahl muss jedoch vor dem Hintergrund gesehen werden, dass in den Jahren 2000 bis 2005 die Gesamtausleihen von 20 000 auf 50 000 gestiegen sind, die aktuelle Entwicklung spiegelt insofern nur wider, dass man sich langsam einpendelt.
Deutlich bemerkbar macht sich, dass immer mehr Kinder ganztags in den
Schulbetrieb eingebunden sind und damit weniger Zeit für Besuche in der
Bücherei, aber auch zum Lesen haben. Während die hiesige Grundschule
das Angebot der Bücherei rege nutzt, zeigen die Haupt- und Realschule leider
weniger Interesse. Nur einzelne Lehrer besuchen mit ihren Klassen
regelmäßig die Bibliothek. Entsprechend orientierungslos verhalten
sich die Schüler, denen die hilfsbereiten Büchereidamen gerne beim
Aussuchen behilflich sind.
17 397 Medien stehen den Nutzern der Stadtbibliothek zur Verfügung, darunter
auch 23 aktuelle Zeitschriftenabonnements, Videos, DVDs, CDs, CD-Roms und Musik-
oder Hörspielcassetten. Stolz verweist das Leitungsteam auf die exzellente
Auswahl an Sachbüchern und Ratgebern zu verschiedensten Themengebieten. Auf
diese außergewöhnlich gute Auswahl will man künftig mit
"Thementischen" verstärkt hinweisen, um eventuell auch wieder mehr
männliche Leser zu gewinnen. Allerdings will man nicht mit Masse, sondern
eher mit Klasse die Leser überzeugen, so dass es hin und wieder sogar
vorkommen kann, dass ein "Bestseller" nicht in das Sortiment aufgenommen wird,
weil er den literarischen Ansprüchen nicht entspricht. Auch die Verweildauer
der Bücher in den Regalen soll eher verkürzt werden, um den Lesern
einen möglichst aktuellen Bestand in überschaubarer Aufstellung und
angenehmer Atmosphäre zu gewähren.
Für die gute Atmosphäre in der Bibliothek sorgt ein freundliches Team, das rein rechnerisch 1,5 Vollzeitkräfte ersetzt. Damit kann die Öffnung der Bücherei an fünf Wochentagen für die Dauer von eineinhalb bis zweieinhalb Stunden gewährt werden. Neuheiten, die beflissene Leser möglichst rasch lesen möchten, sind immer präsent, da die Buchrückgaben unmittelbar während der Öffnungszeit wieder einsortiert werden. Sieben Schüler unterstützen das Büchereiteam darin.
Wie das Budget verteilt wird, entscheidet das Leitungsteam gemeinsam mit allen Helferinnen, wobei Ingrid Bühler eher konservativ plant, damit für aktuelle Themen und kurzfristige Bestellungen immer noch genügend Reserven bleiben. Neben dem reinen Büchereibetrieb organisieren die Damen in der Stadtbibliothek regelmäßig Lesungen für Erwachsene oder Kinder und vor allem im Rahmen der Frederick-Woche bietet man unter anderem mit Literaturexpertin Roswitha Glück spannende Themen an, um vielen Menschen Appetit aufs Lesen zu machen. (M. Weishaar)
Badische Zeitung, 2. April 2009
Let's Fetz haben Jury überzeugt
Bereits kurz nach der Aufführung des Musicals „Leben im All" erhielt
Vereinsvorstand Achim Feser und die Verantwortlichen des Let's Fetz Chores die
erfreuliche Mitteilung der Jury, dass ihre Produktion zum Lotto-Musiktheaterpreis
2009 nominiert ist. Damit sind die Bonndorfer Let's Fetz Kids und Let's Fetz
Teens mit der Chor-AG der Grundschule einer von zehn glücklichen
Anwärtern auf eine stattliche Prämie. Endgültig entschieden wird
der Wettbewerb allerdings erst im Verlauf des Jahres und bis zur
Preisübergabe müssen sich die Nachwuchssänger mit ihrer Dirigentin
Emilia Bergmüller und Jugendreferentin Adda Wientzek noch ein ganzes Jahr
gedulden. (M. Weishaar)
Südkurier, 2. April 2009
Jury hört und schaut genau hin
Im Paulinerheim ist
schon wieder was los. Kinder mit fröhlichen Gesichtern und glitzernden
Kostümen tummeln sich im unteren Gang. Mädchen und Buben der
Grundschule im Bildungszentrum Bonndorf marschieren eine Treppe höher in den
Saal. „Habt ihr die Leute von der Jury schon gesehen?" fragen sie
neugierig.
Heute ist der Tag der Entscheidung. Heute bewertet eine vierköpfige Jury, ob
es die Kinder des Let's Fetz Chors mit ihrem Musical „Leben im All" in die
Nominierung für den Lotto-Musiktheaterpreis schaffen. Der rasend schnelle
Weltraumbote Komet XXL flitzt gerade vorbei. „Manche sehen gar nicht wie
eine strenge Jury aus. Sie haben so eine gute Ausstrahlung", berichtet der
neunjährige Fabian.
Überhaupt scheint keines der jungen Sängerkinder richtig aufgeregt zu
sein. „Ich habe schon mehrere Musicals mitgemacht und bin ganz ruhig",
versichert die neunjährige Michelle. Sie spielt die blaue Erde. Auch Pluto,
der von der zehnjährigen Sarah dargestellt wird, betont: „Ich
fühle mich so gut." Ob Antonia, das schwarze Loch, oder Larissa, der
silberne Saturn, die Kinder geben sich völlig locker. So strahlt die
achtjährige Annabell tatsächlich wie die Sonne und freut sich auf ihren
Auftritt. Nur ein kleiner Stern kuschelt sich an seine erfahrene
Beschützerin aus dem Teenager-Chor und ist ein wenig aufgeregt.
Noch hängen einige Kostüme auf der Kleiderstange, Jugendreferentin Adda
Wientzek und Sabine Zausig zupfen hier an einem Gewand und rücken dort einen
ausladenden Hut zurecht. Gut, dass sie Unterstützung von freiwilligen
Helferinnen aus dem Let's Fetz Chor haben, die für einen unkomplizierten
Ablauf sorgen.
Dann geht der Vorhang auf. „Ah" und „Oh" staunen die Kinder in den
Zuschauerreihen beim Anblick der galaktischen Bühnendekoration. „Die
Sonne kenn' ich", freut sich ein kleines Mädchen. Die Abenteuer im Weltall
nehmen ihren Lauf. Rockige Lieder, anmutige Tänze und witzige Wortspiele
begeistern das Publikum. Die Männer und Frauen der Jury schmunzeln ab und
zu, passen sehr genau auf und schreiben mit.
Es ist das fünfte von insgesamt zehn Musicals, das die Mitglieder der
Lotto-Musiktheaterpreis-Jury in der Kategorie Kinder-Musiktheater bewerten. In
ihrer Beurteilung kommt es auf das Niveau und die Gesamtwirkung von Musik,
Gesang, Schauspiel und Tanz an. Wie die Bühnenpräsenz der Kinder
aussieht und wie sie ihre Charakter interpretieren, ist bei der Beurteilung von
Bedeutung. Am Ende sagen die Jurymitglieder, dass sie nichts sagen dürfen.
Doch inzwischen ist die freudige Nachricht eingegangen, dass die Bonndorfer
für den Lotto-Musiktheaterpreis nominiert sind.
Erst wenn alle zehn Bewerber besucht sind, kristallisiert sich die Platzierung
heraus. So steht das Ergebnis des Wettbewerbes für den Let's Fetz
Kinderdchor bis zum Jahresende buchstäblich noch in den Sternen. (E.
Nosbüsch)
Südkurier, 1. April 2009
Bonndorf bei den Glücklichen
Bürgermeister Michael Scharf ist es nach Champagner zumute. Es ist ein
einmaliger Vorgang, dass soviel Geld nach Bonndorf fließt. Dadurch ist der
Gemeinderat allerdings unter Entscheidungsdruck. Der Bürgermeister sagte im
Gemeinderat: „Wir gehören zu den absolut Glücklichen". Die
Stadtsanierung läuft auch im Jahr 2009 weiter. Das Regierungspräsidium
hat mitgeteilt, dass der Zuschuss in der beantragten Höhe von 600 000 Euro
in vollem Umfang gewährt wird. Für den Abruf der Mittel ist eine Frist
bis 20. April gesetzt. Dabei handelt es sich um eine Ausschlussfrist.
Auch das Land Baden-Württemberg stellt zusätzliche Geldmittel zur
Verfügung, sodass auch die Rothausstraße vom Germania-Knoten bis zum
Ortsausgang saniert werden soll. Auf die Stadt entfallen Maßnahmen in den
Gehwegbereichen und auch eventuelle neue Kanalleitungen.
Im Rahmen der Dorfsanierung Dillendorf sind folgende Maßnahmen geplant:
Information der Bürger in einer Bürgerversammlung, Abriss des
ehemaligen Rathauses, das in einem sehr desolaten Zustand ist, die Umsiedlung der
Feuerwehr und das Anlegen eines Dorfplatzes. Der Gemeinderat stimmte zu, dass mit
der Maßnahme noch in diesem Jahr begonnen wird. Die zusätzlichen
Eigenmittel in Höhe von 28 000 Euro stehen bereit.
Beim Projekt Dorfsanierung Holzschlag wird vorgeschlagen, die Maßnahme in
diesem Jahr zu konkretisieren und den notwendigen Grunderwerb vorzunehmen. Die
weitere Umsetzung der Dorfsanierung soll dann im nächsten Jahr folgen. Die
Ingenieurkosten von 62 000 Euro sind eingeplant. Der Gemeinderat beschloss, die
Projekte Bähnleradweg und Zeltplatzschule Öttiswald in das Jahr 2010 zu
verschieben. Die Maßnahmen sollen gleichwertig behandelt werden. Bei der
Zeltplatzschule werden keine Erschließungsmaßnahmen für den
Anschluss an das öffentliche Wasser- und Abwassernetz bezuschusst. Der
Gemeinderat beschloss, keine Verpflichtungsermächtigung abzugeben.
Für Bildungseinrichtungen wie Schulen und Kindergärten erhält die
Stadt Bonndorf aus Mitteln des Konjunkturpaktes II einen Betrag in Höhe von
288 000 Euro. Diese Mittel sollen für eine Dachsanierung der Grundschule
Bonndorf eingesetzt werden. Nach einer Kostenschätzung des städtischen
Bauamtes belaufen sich die Kosten einer Dachsanierung auf etwa 450 000 Euro. Es
könnten 300 Quadratmeter auf dem noch unausgebauten Dachboden gewonnen
werden. Gedacht ist an zwei Klassenzimmer und einen großen Raum, der abends
auch von Vereinen genutzt werden kann.
Im Rahmen des Konjunkturpaktes II erhält die Stadt außerdem für
Infrastrukturmaßnahmen einen Betrag in Höhe von 70 000 Euro. Die
bereitgestellten Gelder müssen für energetische Maßnahmen
eingesetzt werden. Kosten in Höhe von 100 000 Euro werden für die
Tagungsstätte in der Schule Gündelwangen zur Erneuerung der
Heizungsanlage und der Fenster und zur Verbesserung der Wärmedämmung
ausgegeben. Für die jetzt festgestellten Projekte soll für dieses Jahr
ein Nachtragshaushalt aufgestellt werden. Die Beratung wird in den nächsten
Wochen fortgesetzt. (ts)
Badische Zeitung, 30. März 2009
Kindermusical „Leben im All" - Rockige Reise durch die Galaxie
In einer beeindruckenden Bühnenshow präsentierten die
Nachwuchssänger des Let's Fetz Chors am Sonntagnachmittag im voll besetzten
Saal des Paulinerheims das Kindermusical „Leben im All".
In einer
beeindruckenden Bühnenshow präsentierten die Nachwuchssänger des
Let's Fetz Chors am Sonntagnachmittag im voll besetzten Saal des Paulinerheims
das Kindermusical „Leben im All".
Vor prächtiger Kulisse und in fantasievollen, farbenfrohen Kostümen
setzten die knapp 40 Akteure der „Let's Fetz Kids" und „Let's Fetz
Teens" und auch der Chor-AG der Grundschule ihre rockige Reise durch die Galaxie
aus der Feder von Gerhard Meyer unter musikalischer Leitung von Emilia
Bergmüller gekonnt in Szene. Adda Wientzek und Sabine Zausig waren für
Choreographie und Textsicherheit der Akteure verantwortlich. Raffinierte
Lichttechnik optimierte das sorgfältig kreierte Bühnenbild
stimmungsvoll, instrumental wurden die jungen Sängerinnen und Sänger
von Michael Reiling am Piano sowie der Band „roXmile" begleitet.
Wenngleich der
Schauplatz des Geschehens in weit abgelegenen Galaxien stattfand, so ist die
Handlung des Musicals an sich doch wie eine Geschichte aus dem richtigen Leben:
Kleine, freche Sternschnuppen, denen alles schnuppe ist, sorgen gemeinsam mit den
Planeten und Sternen dafür, dass im Himmel hin und wieder die Hölle los
ist und die Fetzen fliegen. Eine Venus, die sich zwischen zwei Verehrern - Mars
und Saturn - nicht entscheiden kann, das bunte Kneipentreiben im Café
„Zur Himmelskuh", der rasend schnelle Komet XXL oder auch der traurige
Abschied von Opa Galaxos, der nach zehn Milliarden Jahren erlischt, wirken nur
allzu menschlich. All den fantastischen Himmelskörpern gemeinsam ist indes
die panische Angst vor dem Schwarzen Loch, das brutal jeden Stern und jede
leichtsinnige Sternschnuppe frisst, die es zu fassen bekommt. Und damit kommt
richtig Spannung in das Geschehen auf der Bühne.
Opa Galaxos
hinterlässt, bevor er erlischt, Geschenke: Für die Sonne etwas
Kühlendes, für Saturn einen Ring und für Pluto eine Kristallkugel,
aus der man die Zukunft lesen kann. Und schon taucht wieder das Schwarze Loch
auf, das alle Sonnen, Planeten oder Sterne vernichten und die Kugel an sich
reißen will. Dazwischen heitern amüsante Szenen das Geschehen auf,
wenn Mars sich etwa beklagt, dass er immer so schnell errötet und Venus auf
ihre üppige Schönheit verweist, um dem schwarzen Loch den Kopf zu
verdrehen.
In der Kristallkugel erkennen die Planeten für die Zukunft kleine Lebewesen,
die auf der Erde leben und diese an ihrer Oberfläche kitzeln und kribbeln.
„Gibt es doch noch andere intelligente Lebewesen im All?", fragt sich dabei
Saturn. Am Ende wird auch in dieser Geschichte alles gut. Denn nachdem die Sterne
und Planeten den Himmel für die künftigen Erdbewohner mit wundervollen
Sternbildern bemalt haben, damit diese sich nicht so verloren vorkommen, wird
sogar das schwarze Loch wieder glücklich.
Tosender Applaus
belohnte die jungen Akteure für ihr Bühnenspektakel, das sie am
Montagvormittag für das Juryteam des Lotto-Musiktheaterpreises wiederholten.
Die Let's Fetz Kids haben sich nämlich mit weiteren neun Institutionen um
diesen Preis beworben und damit die Chance auf einen der vorderen Plätze,
die mit 3000, 2000 oder 1000 Euro dotiert werden. Die nicht prämierten
Wettbewerbsteilnehmer erhalten immerhin Anerkennungspreise von je 500 Euro.
Die fachkundige Jury aus Mitgliedern des Arbeitskreises Musiktheater des
Landesverbandes der Musikschulen sowie Vertretern des professionellen Kinder- und
Jugendtheaters und des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport
Baden-Württemberg achtet auf ganz bestimmte Qualitätskriterien.
Beurteilt wird das Niveau von Musik, Gesang, Schauspiel und Tanz. Besonderes
Augenmerk wird auch auf Bühnenpräsenz und Charakterinterpretation
gelegt. Darüber hinaus zählt ein stimmiger Gesamteindruck und hohes
Engagement aller Akteure, wobei kein professionelles Know-How erwartet
wird.
Bis zur Bekanntgabe des Wettbewerbsergebnisses werden sich Akteure und die
Verantwortlichen des Chores allerdings etwas gedulden müssen, da der
Wettbewerb erst gegen Ende des Jahres abgeschlossen sein wird. (M. Weishaar)
Südkurier, 26. März 2009
Gemeinsames Leseerlebnis in der Mediathek
Nichts erinnert
mehr daran, dass dies bis vor kurzem noch ein dunkler muffiger Lehrmittelraum im
Untergeschoss der Grundschule war, den die städtischen Mitarbeiter mit einem
hellem Anstrich, robustem Teppichboden und vielen Regalen in einen freundlichen,
vielseitig nutzbaren Raum verwandelten. Einige Lehrer wirkten bei der
vorangegangenen Entrümpelung mit und schafften somit neuen Stauraum.
Konrektorin Silvia Reiling ist froh, dass es seit diesem Schuljahr nun endlich
einen separaten Raum für Elterngespräche und andere Besprechungen gibt.
Der neue Vielzweck-Raum bietet auch Rückzugsmöglichkeiten während
der Schul- und Betreuungszeiten. Silvia Reiling verrät schmunzelnd:
„Am Schmutzigen Donnerstag war der Raum immer wieder besucht von
Fasnachtsmuffeln, denen das ganze Remmidemmi einfach zu laut war."
Auch jetzt herrscht in vielen Klassenzimmern noch emsiges Treiben und auch im neu
eingerichteten Mehrzweckraum treffen sich zwölf Jungen und Mädchen der
dritten und vierten Klassen zur Literatur AG bei der Konrektorin. Auf bunten
Sitzsäcken und Liegematten haben es sich die Kinder bequem gemacht, um in
ihren Lieblingsbüchern zu schmökern. Die Bücher bleiben allerdings
im Haus, denn der Leseraum soll keine Konkurrenz zur Stadtbücherei
darstellen. Die ansehnliche Auswahl an Jugendbuchklassikern und
zeitgemäßer Kinderliteratur wurde anlässlich einer Ausstellung
beim Schulfest im Schuljahr 2006/2007 größtenteils von Eltern und
anderen Besuchern gesponsert und seither ständig erweitert.
Es liest jedoch nicht nur jeder für sich, sondern es wird auch vorgelesen
und die Kinder müssen Fragen zu Autor und Text beantworten. Hierzu
dürfen sie an der „Computerinsel", 6 kreisförmig angelegten
Computerarbeitsplätzen, unter Lehreraufsicht auch Recherche im Internet
betreiben. Wenn es um das Thema „Pippi Langstrumpf" geht, treffen sich die
Kinder nachmittags auch schon einmal, um leckere bunte Kekse in Affen-, Pferde-
und Pippi-Langstrumpf-Form zu backen. Wen wundert es da, dass der Andrang auf
solche kreativen Arbeitsgemeinschaften, die spielerisch die Lese- und
Sprachkompetenz fördern, riesig ist und die Teilnehmerzahl begrenzt werden
musste.
Seit Einführung der offenen Ganztagesschule mit dem Schuljahr 2007/2008 in
Bonndorf werden an der Grundschule zahlreiche nachmittägliche
Aktivitäten angeboten, über die wir noch berichten werden. (A.
Friedrich)
Südkurier, 25. März 2009
Tanzend und singend durch die Galaxie
Auf eine rockige
Reise durch die Galaxie möchten die Let's Fetz Kids und Teens die Zuschauer
am kommenden Wochenende mitnehmen. Die Proben für dieses Kindermusical von
Gerhard A. Meyer laufen auf Hochtouren. Am Sonntag, 29. März, beginnt um 17
Uhr die Premiere im Paulinerheim in Bonndorf. Das Musical „Leben im All"
ist für den Lotto-Musiktheaterpreis 2009 nominiert.
„Schwarzes Loch, fang uns doch. Blödes, großes, schwarzes Loch"
rufen die frechen Sternschnuppen, hüpfen in wilden Tänzen herum und
haben doch einen Riesenrespekt vor dem schwarzen Loch. Das kann sie nämlich
alle verschlucken in seiner Gefräßigkeit.
Hoch motiviert und mit strahlenden Augen erleben die Kinder und Jugendlichen der
Let's Fetz Chöre gemeinsam mit der Chor-Arbeitsgemeinschaft der Grundschule
im Bildungszentrum Bonndorf ihre Abenteuer im All. Für den richtigen Swing,
Blues oder Rock'n'Roll Sound sorgen dabei die Mitglieder der Jugendband
„roXmile" und Michael Reiling am Keyboard.
14 Lieder mit passenden Tänzen werden von den Planeten, Kometen und Sternen
dargeboten. Und immer wieder necken die kleinen Sternschnuppen. Obwohl ihnen
alles „schnuppe" ist helfen sie am Ende doch ernsthaft bei der Suche nach
der Kristallkugel, aus der man die Zukunft lesen kann. Witzige Dialoge aus
Kindermund erzählen die Geschichten aus dem All. Eine knappe Stunde wird die
Zeitreise durch die Galaxie dauern. Am Ende möchten die Kinder gemeinsam mit
dem Publikum unter dem Sternenhimmel träumen. Vielleicht davon, dass sie den
Lotto- Musiktheaterpreis tatsächlich gewinnen.
Am Montag, den 30. März ist Aufführungstag für die
Schülerinnen und Schüler der Grundschule. Dann wird auch die Jury aus
Stuttgart da sein, die das Kindermusical bewertet. Die Regie führende
Jugendreferentin des Let's Fetz Chores, Adda Wientzek, wird von Sabine Zausig
unterstützt. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von
Dirigentin Emilia Bergmüller.
Der Spaß am Musical ist den Kindern ins Gesicht geschrieben. „Der
Tanz Kleiner Bär, Großer Bär gefällt mir am besten"
verrät die siebenjährige Jeannette. Und Franziska aus dem Wutachter
Ortsteil Ewattingen wollte einmal bei den Chorproben reinschnuppern. „Ich
möchte beim Chor bleiben, es gefällt mir so gut hier" schwärmt die
elfjährige Schülerin, denn sie hat einen Riesenspaß am Gesang.
(E. Nosbüsch)
Südkurier, 14. März 2009
Bonndorfer auf dem Treppchen
Die Grundschule Bonndorf beteiligte sich am Kreisjugendskitag nordisch mit dem
größten Teilnehmerfeld. Es starteten 80 Teilnehmer, wovon ein Viertel
aus Bonndorf kam. Die Realschule war mit drei Starterinnen vertreten. Hier gewann
Desiree Meier in ihrer Klasse. Bei den Grundschülern war Christian K. bei
den Buben erfolgreich. Das Rennen fand in Menzenschwand statt, wo die
Grundschüler den ein Kilometer langen Rundkurs bewältigen mussten,
für die Teilnehmer von weiterführenden Schulen galt es, etwa drei
Kilometer zu laufen.
Seit vielen Jahren nimmt die Grundschule Bonndorf an diesem sowie an dem
ebenfalls angebotenen Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia" teil.
Immer startet Bonndorf dank der Jugendarbeit von Alfred Faller mit einem
großen Teilnehmerfeld. So nahmen am Kreisjugendskitag vier Mannschaften mit
17 Kindern teil, bei „Jugend trainiert für Olympia" in Bernau waren
sogar fünf Teams mit 20 Kindern dabei.
Beim Kreisjugendskitag belegte die Mädchenmannschaft Rang fünf, die
Buben kamen auf Rang vier, sieben und acht. In der Klasse S 8 Buben waren die
Bonndorfer Christian K., Raoul O., Adrian T. und Simon K. die erfolgreichsten
Starter. In der Klasse S 11 wurde Lukas M. Zweiter vor Manuel G. Eigens
erwähnt wurde Alfred Faller bei der Siegerehrung. Er war bei allen 35
Veranstaltungen dabei. (ebl)
Badische Zeitung, 12. März 2009
Bonndorfer Schüler siegen
Die Grundschule Bonndorf beteiligte sich beim Kreisjugendskitag nordisch in Menzenschwand mit 17 Schülern. Es war die größte Gruppe im 80 Schüler großen Teilnehmerfeld. In seiner Klasse siegte der Grundschüler Christian K. (S 8). Er siegte vor seinen Schulkollegen Raoul O., Adrian T. und Simon K.. In der Klasse S 11 wurde Lukas M. zweiter vor Manuel G. . (N. Kriegl)
Südkurier, 6. März 2009
80 Schüler in schneller Loipe
Menzenschwand (hab) Am Ersatztermin konnte der Kreisjugendskitag nordisch am
gestrigen Donnerstag in Menzenschwand veranstaltete werden. Einen Wermutstropfen
gab es dennoch, das Skispringen musste abgesagt werden. Nur drei Schüler
hatten sich angemeldet. Beim Langlauf gingen hingegen 80 Schüler der
Jahrgänge von 1994 bis 2001 in die bestens präparierte Loipe.
Loipenchef war Hanspeter Dietsche, der von Norbert Dreher unterstützt wurde.
Die Rennleitung hatte Andreas Mayer vom SC Menzenschwand. Die Organisation lag
bei Gudrun Groß und Peter Blumauer vom Landratsamt. Die Auswertung erfolgte
durch Gerhard und Matthias Albiez. Die 80 Teilnehmer kamen aus zehn Schulen von
sieben Gemeinden.
In der Mannschaftswertung lagen bei den Mädchen die Grundschule Bernau vor
der von Dachsberg/Ibach und der ersten Mannschaft der aus St. Blasien an der
Spitze. Es folgten das zweite Team aus St. Blasien und Bonndorf.
Die Grundschule Dachsberg/Ibach stellte die beste Mannschaft bei den Buben vor
Bernau und St. Blasien. Bei den weiterführenden Schulen siegte das
Mädchenteam aus St. Blasien vor Bonndorf. Bei den Buben war die Realschule
St. Blasien an der Spitze vor dem Kolleg St. Blasien, der zweiten Mannschaft der
Realschule St. Blasien und der Realschule Bonndorf.
Kreisjugendmeister der Grundschulen wurde bei den Mädchen die
zehnjährige Franziska Mayer aus St. Blasien.
Bei den Buben ist Moritz Becker von der Grundschule Dachsberg/Ibach der Meister.
Den Meistertitel bei den weiterführenden Schulen sicherte sich bei den
Mädchen Leonia Kuner und bei den Buben Adrian Schuler (beide Realschule St.
Blasien).
Peter Blumauer organisierte das letzte Mal diesen Wettbewerb, der seit 35 Jahren
existiert, als Angestellter des Landratsamtes. Im kommenden Jahr wird er ihn als
Mitglied des Skiclubs Menzenschwand und der Skizunft Bernau unter der
Schirmherrschaft des Landrates organisieren. Er dankte allen, die seit 35 Jahren
sich für den Wettbewerb einsetzen, besonders Brigitta Kaiser, Ewald Kaiser,
Winfried Bächle, Hanspeter Mayer und Alfred Faller (Bonndorf), der schon
seit 37 Jahren - noch beim Landkreiswettbewerb Hochschwarzwald - dabei war.
Ergebnisse im Internet: www.kjs-wt.de
Badische Zeitung, 20. März 2009
Kompetenzen werden gezielt gefördert
BONNDORF. Gebannt blicken sie auf ihre Laptops, stecken rote und schwarze Verbindungskabel mal hierhin, mal dorthin und nehmen das Geschehen um sich herum gar nicht mehr wahr. Die Rede ist von acht Mädchen und Buben der vierten Grundschulklassen, die in der "Computing AG" bei Michael Weeber für Technik begeistert werden.
Mit Begeisterung und Konzentration bauen die Viertklässler in der "Computing AG" den Bausatz einer Schiebetüre zusammen und programmieren die Steuerung am Computer. Mädchen wie Stella und Larissa haben dabei ebenso ihre Freude wie Jungs. Foto: Martha Weishaar
Mit einem Bausatz von Fischertechnik bauen die Schüler das Modell einer Schiebetüre und steuern auf Basis selbst erstellter Schaltpläne die Funktionen über den Computer. Um Nachwuchsprobleme in technischen Berufen braucht man sich nicht zu sorgen, meint man angesichts dieser konzentrierten und begeisterten Schüler. Acht Nachmittage verbringen die Kinder in der AG, dann dürfen andere nachrücken.
Hier lässt es sich gut aushalten, in der Literatur AG der Grundschule, wo die Mädchen und Buben nach Herzenslust schmökern können. Foto: Martha Weishaar
Zwei Stockwerke tiefer lümmeln ein gutes Dutzend von Schülern in der "Mediathek" auf Sitzsäcken oder kleinen Liegewiesen und schmökern in der Literatur-AG. Mehr als 100 Bücher stehen den Schülern zur Verfügung, von klassischer Wissenslektüre wie "Was ist was" bis zu Klassikern von Otfried Preußler oder Erich Kästner. Oftmals wird hier das Interesse an einem bestimmten Buch geweckt, das die Schüler dann in der Bücherei ausleihen. Die Bücher der Literatur AG müssen nämlich vor Ort bleiben. Die Büchereibesuche der Grundschüler gehören nach wie vor zum regelmäßigen Ablauf, zumal der Schwerpunkt des Schulprofils auf der Förderung der Lese- und Sprachkompetenz liegt. An diesen zwei Beispielen tritt deutlich zutage, in welchem Ausmaß sich Schulalltag, Lernangebot und Didaktik für die 320 Grundschüler innerhalb weniger Jahre verändert haben. Von Montag bis Donnerstag pulsiert hier der Schulbetrieb den ganzen Tag, lediglich am Freitag schließen die Pforten nach dem Vormittagsunterricht.
Als offene Ganztagsschule bietet die Grundschule ab 7.25 Uhr und auch über die Mittagszeit nicht nur die Betreuung der Schüler während unterrichtsfreier Zeiten sowie auch eine warme Mahlzeit in der Mensa an, was derzeit 16 Kinder in Anspruch nehmen. Betreut werden sie von Claudia Kaiser. Nach dem Essen gibt es unter fachkundiger Anleitung von Natascha Radosavljevic Bewegungsangebote im Freien oder in der Turnhalle, manchmal wird auch gebastelt. In fünf Kleingruppen können die Schüler, übrigens auch Kinder der Martin-Gerbert-Schule, anschließend unter Aufsicht ihre Hausaufgaben erledigen. Andere vertiefen in Intensivlerngruppen ihre Fachkenntnis in Mathematik oder Deutsch. "Das bringt vor allem schwachen Schülern sehr viel", beobachtet Konrektorin Sylvia Reiling, denn "Sitzenbleiben" kann nun weitestgehend vermieden werden. Kinder, deren soziale Kompetenz und Gruppenfähigkeit gefördert werden muss, werden zweimal wöchentlich in "Sozialer Gruppenarbeit" von Flora Jägler und Melanie Johner betreut und solche mit Sprachschwierigkeiten erfahren von Wolfgang Weißer in Klasse eins und zwei eine gezielte Sprachförderung. Christiane Beha leitet eine Sportförder AG für Kinder, die durch Bewegungsarmut und Defizite in ihrer Motorik auffallen. Sportliche Grundschüler können sich während der Wintermonate in der Langlauf AG von Rektor Alfred Faller austoben, die kreativen finden in der Theater AG bei Silvia Maier und Sonja Schwinkendorf ein attraktives Betätigungsfeld, Gesangsbegeisterte singen bei den "Let's fetz kids". 65 Prozent aller Grundschulkinder haben sich für eines oder mehrere Angebote dieses Plusprogramms angemeldet, durch Mehrfachbelegungen kommen sogar 295 Anmeldungen für sämtliche Angebote zusammen.
Diese Fülle von Angeboten bedingen neben einer guten Versorgung mit Unterrichtsstunden allerdings entsprechende Raumkapazität und damit ist man in der Grundschule nicht gerade gesegnet. Entsprechend groß war die Freude über die Einrichtung des Mehrzweckraums im Untergeschoss, wo nicht nur die Bücherregale für die Literatur AG sowie die Leseecke Platz finden, sondern auch eine Computerinsel mit sechs Arbeitsplätzen und ein Besprechungstisch.
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts befand sich in diesem Raum das Volksbad, die vergangenen Jahrzehnte war er Stauraum für Schulmaterial. Frisch gestrichen und mit Teppichboden ausgelegt präsentiert sich der Raum nun sehr ansprechend und wird auch gerne für Elterngespräche oder bei Terminen mit außerschulischen Partnern genutzt. Finanziert wird das Ganze von der Stadt Bonndorf, was Rektor Alfred Faller, Konrektorin Sylvia Reiling sowie das Kollegium und auch die Eltern zu schätzen wissen. Autor: Martha Weishaar
Südkurier, 3. Februar 2009
Vereinsarbeit kommt voran
Bonndorf (nk) Der vor etwa einem Jahr gegründete Förderverein der Grund- und Hauptschule Bonndorf e.V lud zu seiner ersten Versammlung ein. Außer sämtlichen Mitgliedern konnte der Vorsitzende Jochen Schäuble einige Gäste begrüßen. Zur Gründungsversammlung im Dezember 2007 trafen sich 16 Personen, darunter Lehrer, Eltern und Betreuerinnen aus dem Plusprogramm. Für das Vorstandsteam konnten seinerzeit Jochen Schäuble als Vorsitzender, Ines Hugel als Stellvertreterin, Alexandra Santo als Schriftführerin und Norbert Kriegl als Kassierer gewonnen werden. Die Eintragung ins Vereinsregister erfolgte am 25. August des vorigen Jahres.
Vorsitzender Schäuble berichtete in der ersten Hauptversammlung von den Unternehmungen im vergangenen Jahr. Als erste Aktion war der Förderverein bei der Einschulung der Erstklässler im September aktiv. Dabei wurde für die wartenden Eltern Getränke, Kaffee und Kuchen angeboten. Bei den Elternabenden in der Grundschule stellte sich der Verein ebenfalls vor. Im Rahmen der Themenwoche im Bildungszentrum hielten zwei Experten der Polizeidirektion Waldshut einen Vortrag über „Gefahren für Kinder und Jugendliche im Internet". Die Veranstaltung wurde auch von vielen Eltern besucht.
Grundschulrektor Alfred Faller beantragte die Entlastung des Vorstandes und leitete die Wahlen, die auf Grund des roulierenden Systems jedes Jahr stattfinden. Die Wiederwahl des Vorsitzenden und der Schriftführerin Alexandra Santo waren schnell erledigt. Jochen Schäuble bat um Vorschläge und Ideen, die der Förderverein noch umsetzen könnte, und Anregungen, wie der etwas Geld in die Kasse bekommen könnte.
Die rege Diskussion zeugte vom Interesse der Anwesenden. Es wurde angeregt, ein Forschermobil/Ökomobil zu organisieren und einen Filmnachmittag zu planen. Mit dem Elternbeirat wollen die Verantwortlichen das Thema Integration behandeln und es könnten Lesepatenschaften angeregt werden. Als nächstes steht jedoch der Berufsinformationstag an. Hier wird den oberen Klassen der Haupt- und Realschule die Möglichkeit gegeben, sich vor Ort zu informieren. Zahlreiche Firmen und Betriebe aus der Region haben ihre Teilnahme zugesagt. Der Förderverein wird zusammen mit dem Förderverein der Realschule die Bewirtung übernehmen.
Badische Zeitung, 2. Februar 2009
Förderverein gewinnt neue Mitglieder
BONNDORF. Zu seiner ersten Mitgliederversammlung kam der Förderverein der Grund- und Hauptschule zusammen, nachdem sich der Verein am 5. Dezember 2007 in seiner Gründungsversammlung konstituierte und am 25. August 2008 die Eintragung in das Vereinsregister erfolgte. Vorsitzender Jochen Schäuble freute sich, weitaus mehr Besucher als die bisherigen 18 Mitglieder begrüßen zu dürfen. Noch in der Hauptversammlung erweiterte sich der Mitgliederkreis.
Zweck des Fördervereins ist es, die Schulen in ideellen und materiellen Anliegen zu unterstützen. Dies soll beispielsweise im Rahmen von Vortragsveranstaltungen für Eltern und Schüler oder auch mittels der Finanzierung von Aufklärungskampagnen im Rahmen des Pädagogischen Forums geschehen. Ferner will der Förderverein die Schulen unter anderem bei außerschulischen Veranstaltungen, Projekttagen oder Trainingswochen unterstützen. Die Förderung und Pflege sozialer Kontakte sowie gegenseitiger Toleranz aller am Schulleben Beteiligten sind neben der Unterstützung des Ganztages-Schulbetriebs und der Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern weitere Vereinsziele.
Außer diesen vielseitigen Ideen an aktiver Mitgestaltung des Schulalltags kann der Förderverein Spendengelder oder Gewinne aus der Bewirtung bei Schulveranstaltungen verwalten und den Schulen sowie deren Schülern wieder zugute kommen lassen, was den Schulen selbst nicht gestattet ist. Am Einschulungstag im September präsentierte sich der Förderverein den Eltern der Erstklässler, die im Schulcafé Gelegenheit zum Austausch fanden, während die ABC-Schützen ihre erste Schulstunde erlebten. Bei den Elternabenden der Erstklässler stellten Vorsitzender Jochen Schäuble und seine Stellvertreterin Ines Hugel den Förderverein, Grundschulrektor Alfred Faller das Grundschulprofil vor.
Erfreut zeigte sich Jochen Schäuble über die enge Zusammenarbeit mit dem Förderverein der Realschule, der mit Frank Intlekofer in der Hauptversammlung vertreten war. Gemeinsam hatte man im Rahmen der Themenwoche eine Informationsveranstaltung für Eltern und Schüler zum Thema Gefahren im Internet organisiert und in der jüngsten gemeinsamen Vorstandssitzung beider Vereine wurde die Zusammenarbeit bei der Bewirtung des Berufsaktionstages für Haupt- und Realschule am 21. März beschlossen.
Verein will gezielt Integration fördern
Einstimmig beschloss die Versammlung die vom Amtsgericht vorgeschlagene
Satzungsänderung bezüglich der Verwendung vorhandenen Restguthabens im
Falle einer Vereinsauflösung. Nachdem Schatzmeister Norbert Kriegl seinen
Kassenbericht vorlegte, den die Kassenprüfer Leni Klingelhöfer und
Alfons Sieber als perfekt lobten, wurden die Vorstände einstimmig entlastet.
Alle Stimmberechtigten wählten unter der Regie von Wahlleiter Alfred Faller
für weitere zwei Jahre Jochen Schäuble als Vorsitzenden und Alexandra
Santo als Schriftführerin. Im Beirat unterstützen Hauptschulrektor
Volker Ehrler, Rita Müller, Michael Weeber, Gabriela Draschner und Martina
Schaller den Vorstand.
Interessante Anregungen wurden für die Aktivitäten in naher Zukunft
gegeben, unter anderem könnte ein Ernährungsvortrag für Eltern,
ein altersspezifischer Filmnachmittag sowie der Besuch im Experimentierbus des
Landkreises oder im Forschermobil des Regierungspräsidiums initiiert werden.
Ein großes Anliegen ist dem Förderverein der Grund- und Hauptschule
ferner die Förderung der Integration von Schülern wie auch deren Eltern
mit Migrationshintergrund.
Badische Zeitung, 29.10.08
Stärke und Selbstbewusstsein entwickeln
Im Rahmen der "Teamwelt" erfahren Mädchen und Jungen der dritten und vierten Klassen eine spezielle Förderung
BONNDORF (mhw). Gelegenheit zum gegenseitigen Kennen lernen hatten Eltern, Betreuerinnen, Kinder, Gerhard Seger vom Kreisjugendamt und Grundschulrektor Alfred Faller im Rahmen der "Offenen Abholstunde" der "Teamwelt - Soziale Gruppenarbeit" . Flora Jägler und Melanie Johner betreuen hier für den Verlauf eines Schuljahres an zwei Nachmittagen pro Woche acht Mädchen und Jungen der dritten und vierten Klassen für die Dauer von jeweils zweieinhalb Stunden.
Zunächst werden bei diesen Treffen Hausaufgaben erledigt. Nach einer Stunde setzt die eigentliche Gruppenarbeit ein, bei der Wert auf die Förderung verschiedener Basisfertigkeiten gelegt wird. Ziel der Sozialen Gruppenarbeit ist es, die Kinder sowohl im schulischen als auch sozialen Bereich zu unterstützen, wobei man da ansetzt, wo die Fähigkeiten der Jungen und Mädchen liegen. Der Schwerpunkt liegt auf der Feststellung, was die Kinder alles richtig machen und nicht etwa auf der Betonung von Fehlverhalten. Die Schüler sollen Stärke und Selbstbewusstsein entwickeln.
In der Gruppe sollen die Kinder ihre Wahrnehmung sensibilisieren, das heißt, sich gegenseitig zuhören oder Stimmungen beachten. Gleichzeitig sollen sie lernen, sich und andere mit allen Stärken, Schwächen und Verschiedenheiten zu akzeptieren. Großen Raum nimmt ferner soziales Handeln ein, womit gemeint ist, dass man Regeln und Abmachungen anerkennt und sie auch einhält. Konflikte werden zunächst benannt, um sie anschließend zu lösen. Außerdem lernen die Kinder, Verantwortung zu übernehmen.
Neben kommunikativen Methoden in Form von Gesprächen oder Rollenspielen, arbeitet die Gruppe im erlebnispädagogischen Bereich, der Exkursionen, Wald-Erkundigungen oder Parcours beinhaltet. Im kreativ-musischen Bereich wird getrommelt, gemalt oder auch gekocht, wovon sich die geladenen Eltern gleich bei vorzüglicher Kürbissuppe an einer stimmungsvoll gedeckten Tafel überzeugen durften. Am beliebtesten bei den Kindern ist freilich das Spielen, egal ob es um Ball- oder Ratespiele geht.
All diese Wege sollen dazu führen, dass die Kinder soziale Kompetenz und eine eigene, konfliktfähige Persönlichkeit entwickeln, dabei aber auch gruppenfähig sind. Welche Fortschritte sie seit Schuljahresbeginn bereits gemacht haben, demonstrierten eindrucksvoll Anna-Lena, Vivienn, Sophie, Ipek, Alex und Tom, als sie über die bisherigen Aktivitäten informierten. Wie gut die Eltern ihre Schützlinge kennen, zeigte sich übrigens bei der Enthüllung von Holzskulpturen, die in diesen ersten Wochen der Gruppenarbeit entstanden. Die Kinder hatten ihr Konterfei in einen Holzscheit geschnitzt und tatsächlich erkannten fast alle Eltern ihr Kind, sei es an der Stupsnase oder am Schmollmund.
Träger dieser sozialen Gruppenarbeit sind das Kreisjugendamt sowie die Gesellschaft für Familienarbeit, die eng mit der Grundschule zusammen arbeiten.
Badische Zeitung, 25.10.08
Die guten Werte dominieren
Märchen begeistert 100 Kinder / Lesen ist der Schlüssel, der das Tor zum Verstehen der Welt öffnet
BONNDORF. Mit ihrem unterhaltsamen Märchen "Der Ritter und der Drache" fesselte Marie Luise Kaiser im Rahmen des Frederick-Tages für die Grundschule beinahe 100 Mädchen und Buben der vierten Klassen sowie der Martin-Gerbert-Schule, die allesamt gespannt den Erzählungen lauschten.
Initiiert von der Stadtbücherei - vertreten durch Flora Jägler - hat diese Veranstaltung mittlerweile Tradition. Aktivitäten zum Frederick-Tag werden zudem von der Fachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen des Regierungspräsidiums gefördert, die durch Gerti Dijoux bei dem Literaturvergnügen für die Grundschüler vertreten war. Der Grund für diese Förderung liegt ganz einfach darin, dass Lesen "der Schlüssel ist, der das Tor zum Verstehen der Welt öffnet" und gleichzeitig Selbstbewusstsein sowie Kreativität fördert.
Lust aufs Lesen machte Marie Luise Kaiser durchaus, vor allem auch Lust aufs Zuhören. Am Ende durften die Mädchen und Buben das Gehörte direkt in Bildern umsetzen, die eine ansehnliche Collage ergaben. Sprachgewandt, kindgerecht und in angenehmer Tonlage erzählte die Autorin spannungsgeladen ihr Märchen, anstelle es "nur" vorzulesen. Und das kam beim jungen Publikum hervorragend an. Das Märchen selbst ist eine sanfte Rittergeschichte, denn die Schriftstellerin mag kein Gemetzel. Gespickt ist die Erzählung mit etwas Kräuterkunde und wissenswerten Details zum Aufbau einer Ritterburg. Wenn der kleine Ritter Rollöchen einem gefürchteten Drachen hilft, seinen ekligen Mundgeruch loszuwerden, geht es um Heldenmut, Freundschaft und Dankbarkeit. So wie in den bisher elf veröffentlichten Büchern der Autorin überhaupt die "guten" Werte dominieren. Neben Märchen, Kräuterwissen, Kurzgeschichten oder astrologischen Erzählungen hält Marie Luise Kaiser Vorträge über den bayerischen Märchenkönig oder auch über die legendäre Kaiserin Sissi sowie Prinzessin Diana. Mehr als 300 Lesungen oder Vorträge pro Jahr hält die 54-Jährige, die ursprünglich den Beruf der Bürokauffrau erlernt hat und erst durch ihre Tätigkeit in einer Buchhandlung bei der Schriftstellerei gelandet ist. Seit vier Jahren hat sie beim katholischen Fernsehen in Dornbirn sogar ihre eigene Sendung "Brauchtum und Glaube" .
Martha Weishaar
Südkurier, 25. Oktober 2008
Autorin lädt zur Märchenstunde
Bonndorf - Die Kinderbuchautorin Marie-Luise Kaiser läutet mit ihrer Märchenglocke den Frederick-Tag im Paulinerheim ein. Damit ist die Märchenstunde für die drei vierten Klassen der Bonndorfer Grundschule und 17 Schüler der Martin-Gerbert-Schule eröffnet.
Die Kinderbuchautorin Marie-Luise Kaiser liest aus ihrem Buch „Der geheimnisvolle Märchengarten" die Geschichte „Der Ritter und der Drache". Gespannt hören die Kinder zu, als sie, völlig frei und wild gestikulierend, von Rollöchen, dem Sohn des mächtigen Ritters Rollo erzählt und wie Rollo und Rollöchen unterwegs auf einen schrecklichen Drachen treffen. Dieser plündert immer die Speisekammer der Ritterburg. Er hat allerdings ein großes Problem: sein unerträglicher Mundgeruch. Rollöchen möchte nun zum Helden werden, indem er den Mundgeruch des Drachens besiegt. Er braut einen Rachenputzersaft aus Zwiebeln und Knoblauch. Mutig stellt er sich dem Drachen. Dieser ist erstaunt und erfreut über den Besuch. Die beiden schließen Freundschaft. Der Drache bringt Rollöchen bei, gut zu zielen und zu werfen. Deshalb wird Rollöchen ein guter Bogenschütze und Page eines angesehenen Ritters.
Im Anschluss an die Lesung bastelten die Kinder Figuren, die im Märchen
vorkamen. Diese wurden dann aufgeklebt. Dazu hatte die Autorin ein Plakat mit
einer Ritterburg vorbereitet. Die Kinder hatten sichtlich Spaß daran.
Anschließend erzählte Marie-Luise Kaiser, dass sie als Kind
Süßigkeiten gehasst habe und bei ihrer Einschulung schon mit Massen
von Süßigkeiten gerechnet habe, von ihren Eltern aber
glücklicherweise einen Vierfarbenstift geschenkt bekam. Sie erzählte,
dass sie damals zu ihren Eltern gesagt habe, dass sie mit diesem Stift ein Buch
schreiben werde. „Damals haben noch alle gelacht. Als vier Jahre
später aber meine erste Geschichte in der Zeitung erschien, lachten sie
nicht mehr", erzählt die Schriftstellerin.Die Lesung fand im Rahmen des
Frederick-Tages des Landes Baden-Württemberg statt. Durch den
Frederick-Tag sollen Grundschüler schon früh in den Genuss einer
attraktiven Leseförderung kommen. (twi)
Südkurier, 27. September 2008
260000 Euro für Schulhaus
Das Schulhaus Gündelwangen ist nach 40 Jahren Betriebsdauer immer noch in gutem Zustand. Bürgermeister Michael Scharf bestätigte, dass das Hausmeisterehepaar Fischer akribisch darauf geachtet habe. Trotzdem seien jetzt Renovierungsarbeiten unbedingt erforderlich. Im Haushaltsplan 2008 stehen 260 000 Euro zur Verfügung. Der Gemeinderat vergab einstimmig Aufträge in Höhe von 200000 Euro.
Bonndorf - Nach dem Bericht von Bürgermeister Scharf fanden inzwischen Gespräche mit Grundschulrektor Alfred Faller und zwölf Gündelwanger Vereinen statt, die die Schule mitbenutzen. Eine weitere Zusammenkunft mit Lehrern, Vereinen und den beiden örtlichen Gemeinderäten sowie die nächste Bauausschuss-Sitzung sind in Gündelwangen geplant.
Folgende Sanierungsarbeiten wurden vergeben: Erdarbeiten an die Firma Staller, Grafenhausen, für 21436 Euro, Gerüstarbeiten an die Firma Indlekofer, Bonndorf, für 5930 Euro, Glaserarbeiten an die Firma Stritt, Bonndorf, für 36234 Euro, Wärmedämmung an die Firma Booz, Schluchsee, für 86076 Euro, Dachabdichtung Flachdach an die Firma Wolf, Löffingen, für 21601 Euro und Trocken-Estrich an die Firma Gampp, Schluchsee, für 14673,59 Euro.
Der Bürgermeister machte darauf aufmerksam, dass die Zahl der Grundschüler rückläufig ist. Statt bisher 100 würden nur noch 75 Kinder eingeschult. Die Aufteilung auf die Grundschulen in Gündelwangen und Wellendingen soll bleiben. Dies bedeute, dass mehr Kinder von Bonndorf auf die Ortsteile fahren.
Stadtrat Klaus Mogel erhielt die Auskunft, dass die Sanierung noch dieses Jahr beginnt und bis Mai 2009 abgeschlossen sein wird. Die jetzt vergebenen Aufträge in Höhe von 186000 Euro werden sich durch Planungs- und Mehrkosten auf 200000 Euro erhöhen. Von der eingestellten Haushaltssumme stehen noch 60000 Euro bereit. Stadtrat Max Nägele schlug vor, bei kleineren zusätzlichen Arbeiten die Verwaltung entscheiden zu lassen.
Badische Zeitung, 15.09.2008
88 Erstklässler in Bonndorf
Zwei Klassen in Bonndorf und jeweils eine in Gündelwangen und Wellendingen
BONNDORF (mhw). Für 88 Mädchen und Buben begann auch in Bonndorf
am Samstag ihre schulische Laufbahn. Nach einem ökumenischen Gottesdienst
in der katholischen Pfarrkirche lernten die Erstklässler ihre neuen
Klassenlehrerinnen kennen.
Der Förderverein der Grundschule bewirtete während dieser ersten "Schulstunde" die Familien der Schulanfänger mit Kaffee und Kuchen und nutzte somit die Gelegenheit, sich den Eltern vorzustellen. Acht Mädchen und neun Jungen werden in der sogenannten Vorbereitungsklasse von Christiane Beha und Karola Eichhorn ihren Schulalltag beginnen.
Sylvia Reiling unterrichtet in der Klasse 1a 13 Mädchen und zehn Jungen. In Gündelwangen besuchen neun Mädchen und 15 Jungen die 1b von Rotraut Neubauer. Elf Mädchen und 13 Jungen werden in der 1c in Wellendingen von Elke Rabe unterrichtet. (Martha Weishaar)
Südkurier, 03.09.2008
Ab Montag wieder Schule
Bonndorf (hd) Die Sommerferien neigen sich dem Ende zu und die Schulpflicht ruft wieder, auch im Bildungszentrum Bonndorf.
Grundschule
Für die Mädchen und Jungen der Klassen 2 bis 4 in der Grundschule beginnt der Unterricht am Montag, 8. September, um 8.10 Uhr und dauert bis 11.50 Uhr. Die Schulanfänger werden am Samstag, 13. September erwartet. Der Einschulungsgottesdienst findet für alle um 9 Uhr in der katholischen Pfarrkirche Bonndorf statt. Um 10.15 Uhr finden sich die Schulanfänger in ihren jeweiligen Klassenräumen ein.
Hauptschule
In der Hauptschule mit Werkrealschule beginnt der Unterricht am Montag, 8. September, und zwar für die Schülerinnen und Schüler Klassen 6 bis 9 um 8.10 Uhr. Die Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen werden um 8.15 Uhr im Lernzentrum Logofit im Haus Ruth begrüßt.
Realschule
Ebenfalls am Montag, 8. September, beginnt in der Realschule der Unterricht, für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 bis 10 um 8.10 Uhr. Die Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen werden um 8.15 Uhr im unteren Foyer des Bildungszentrums empfangen.
Südkurier, 06.08.2008
Franz Schlachter räumt auf
Ferien - momentan Fehlanzeige: Hausmeister Franz Schlachter ist im
Bildungszentrum Bonndorf noch fleißig am Werkeln. Aber nächste Woche
darf auch der 55-Jährige Ausschlafen und Entspannen.
Dunkelheit hat sich über die Treppen und Flure gelegt. Kein Laut ist zu
hören. Es sind Sommerferien und das Bildungszentrum Bonndorf liegt im
Dornröschenschlaf. Wo sonst 600 Schüler durch die Gänge und
Klassenzimmer wuseln, haben sich Einsamkeit und Stille breit gemacht. Doch wer
genau die Ohren spitzt hört, wie jemand Möbel rückt. Sind es
Einbrecher, die im verlassenen Schulhaus auf Beutezug gehen? Nein, es ist
Hausmeister Franz Schlachter, der die Spuren des vergangenen Schuljahres
beseitigt und das Gebäude vor Unterrichtsbeginn im September auf Hochglanz
bringt. "Es ist komisch, wenn keine Schüler hier sind und alles so ruhig
ist - fast gespenstisch", erzählt der 55-Jährige. Franz Schlachter
ist seit sieben Jahren Hausmeister im Bildungszentrum Bonndorf und die gute
Seele der Grund-, Haupt- und Realschule. Er ist immer zur Stelle, wenn etwas
kaputt geht oder wenn Schwämme oder Kreide fehlen. Vor dem Unterricht
schließt er den Schülern, die mit dem Bus aus Lenzkirch kommen,
bereits um 6.35 Uhr die Türen auf. Aber Ausschlafen kann Franz Schlachter
auch in den Ferien nicht. Jeden Morgen steht er um 7 Uhr in der Schule, "damit
ich mit der Arbeit fertig werde". Und es gibt noch einiges zu tun: Die
Rauchmelder und Brandschutztüren müssen auf ihre Funktion getestet
werden. Für diese Tätigkeit hat der 55-jährige Familienvater vor
einigen Jahren einen Lehrgang beim TÜV absolviert, denn "normalerweise
dürfen da nur Fachleute ran". Seitdem kümmert sich der gelernte
Elektriker alleine um die Brandschutztechnik im Schulgebäude. In der
Grundschule hat der Hausmeister außerdem alle Leuchtstoffröhren
ausgetauscht. "Die neuen Röhren sind sparsamer im Verbrauch", erzählt
Franz Schlachter, der gar nicht aussieht, wie man sich einen Hausmeister
vorstellt. Den typischen graublauen Arbeitskittel hat er gegen Jeans und ein
Polohemd getauscht. Bereits am letzten Schultag begann der Großputz in
der Grundschule. "Dabei haben wir die Schule komplett auf den Kopf gestellt",
erzählt Schlachter. Die Klassenzimmer wurden ausgeräumt, geputzt, die
Böden gewachst, um anschließend Tische und Stühle wieder an
ihren Platz zu stellen. Einige Reinigungskräfte standen dem Hausmeister
dabei zur Seite. Hilfe erhält Schlachter auch von Thomas Hertenstein, dem
Hausmeister der Stadthalle. Schlachter revanchiert sich dafür mit einem
Großeinsatz in der Stadthalle, die gleichzeitig Sporthalle ist. Wo sonst
Schüler Handstand üben und Völkerball spielen, rücken die
beiden Hausmeister dem PVC-Boden mit Wachs und einer Poliermaschine zu Leibe.
Auch ein Umzug steht in den Sommerferien an: Eine Klasse wird in die
Martin-Gerbert-Schule ausgelagert. Möbelschleppen heißt es deshalb
für den Hausmeister und seine fleißigen Helfer vom Bauhof. Zum
Glück liegt die Schule nur einen Steinwurf entfernt. Tische und
Stühle müssen auch im eigenen Schulgebäude gerückt werden:
"Wenn die Schüler wachsen, müssen auch die Möbel mitwachsen",
erklärt Franz Schlachter. "Die Leute meinen immer, dass Hausmeister so
viel Ferien haben wie Lehrer", lacht Franz Schlachter und steigt auf seine
Leiter. Und träumt von seinen Ferien, die in der kommenden Woche endlich
beginnen. (Juliane Schlichter)
Badische Zeitung, 27.06.2008
Grundschule ermittelt die besten Vorleser
Schulinterner Lesewettbewerb / Jury hat's nicht leicht
BONNDORF (mhw). Lange fieberten sie dieser Entscheidung entgegen und bereiteten sich vor, nun wissen die Grundschüler, wer am besten lesen kann. Im schulinternen Lesewettbewerb, der in diesem Jahr inhaltlich, zumindest was die vorgegebenen Texte betraf, eng an die Fußballeuropameisterschaft geknüpft war, präsentierten sich nach vorausgegangenen Ausscheidungen in den einzelnen Klassen am Mittwoch die Jahrgangsbesten einer fünfköpfigen Jury, ihren Familien und Freunden sowie Grundschulrektor Alfred Faller. Vorbereitet wurde der Lesewettbewerb von Konrektorin Sylvia Reiling sowie ihren Kolleginnen Renate Scriba, Irene Gleichauf-Tunnjuk und Sonja Schwinkendorf.
Claudia Kehl (Elternvertreterin), Kornelia Broichhagen (Mitarbeiterin im Plusprogramm), Ingrid Bühler (Leiterin der Stadtbücherei), Sylvia Reiling und Sonja Schwinkendorf hatten es nicht leicht, die Besten zu ermitteln, überzeugten doch alle Vorleserinnen und -leser in ihren selbst ausgewählten Texten mit gut betonten, flüssig vorgetragenen lustigen Geschichten. Dabei kamen Klassiker wie Ottfried Preußlers kleines Gespenst oder Paul Maars Sams-Geschichten ebenso zu Gehör wie Geschichten aus "Die wilden Kerle" oder der Reihe "Upps, Miss Daisy" . Vor allem die Erstklässler überraschten, wie weit sich die Lesekompetenz in gerade mal zehn Monaten Schulzeit entwickeln kann, wenngleich die Jüngsten beim unbekannten Text hin und wieder etwas ins Stolpern gerieten. Die älteren Jahrgänge hatten hierbei selbst bei anspruchsvollen Formulierungen keinerlei Probleme.
Bei den Erstklässlern konnte sich die Jury nicht festlegen, wer am besten gelesen hat, so dass Marie Ulherr und Adrian Tröndle gleichberechtigt als Sieger hervorgingen. Als bestes Lesetalent der Zweitklässler erwies sich Annabell Hugel vor Philipp Eichkorn und auch bei den Dritt- und Viertklässlern hatten die Mädchen dieses Jahr die Nase vorn. Anna Blum siegte vor Kai Hofmeier und Fabienne Probst vor Kevin Hin.
Da er in den vorausgegangenen Jahren alle Lesewettbewerbe für sich
entschieden hatte und demzufolge die Jungen gar keinen Anreiz mehr hatten, sich
anzustrengen, durfte Phillip Augustin außer Konkurrenz humorvolle
Beiträge zum Thema Fußball zum besten geben und bei der
Übergabe der Preise assistieren.